Staatsministerin sagt Geld für Ausstellungs-Projekt zu

Lichtenberg. Die Open-Air-Ausstellung "Friedliche Revolution 1989/90" soll Mitte 2015 auf dem Areal des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit an der Normannenstraße eröffnen. Die Finanzierung des Projekts steht.

Schon im Mai können die Vorbereitungen für die dauerhafte Präsentation der Ausstellung "Friedliche Revolution 1989/90" beginnen. Die Freiluft-Ausstellung wird bereits ab Sommer nächsten Jahres auf dem Areal des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit an der Normannenstraße gezeigt.

Nachdem die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin im März diesen Jahres 247.000 Euro bewilligt hatte, um die Ausstellung zu ermöglichen, zog nun auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) nach. Anfang April hat sie ihre finanzielle Unterstützung für das Projekt zugesichert.

Schon im Koalitionsvertrag hatten SPD und CDU festgehalten, dass die ehemalige Stasi-Zentrale als Ort der Aufklärung über Diktatur und Widerstand entwickelt werden soll. Jetzt wird die Verwirklichung der beliebten Ausstellung in Lichtenberg mit rund 750.000 Euro vom Bund mitfinanziert. Bei der Schau handelt es sich um 700 Fotos, Textdokumente, Filme und Tonbeiträge, die den politischen und wirtschaftlichen Zerfall der DDR und den Prozess der Demokratisierung im europäischen Kontext veranschaulichen. Die Exposition war in den Jahren 2009/2010 auf dem Alexanderplatz unter freiem Himmel zu sehen und zog mehrere Millionen Zuschauer an.

Dem Areal des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit soll die Ausstellung in ihrer künftigen Form inhaltlich angepasst werden. So erhält der historische Ort selbst ein eigenes Kapitel in der Präsentation. Die Erstürmung der Stasi-Zentrale soll sogar einen Schwerpunkt bilden. Und während die Ausstellung auf dem Alexanderplatz zeitlich begrenzt gezeigt wurde, soll sie in Lichtenberg einen festen Platz bekommen und dauerhaft zu sehen sein.

Realisiert wird die Freiluft-Ausstellung von der Robert-Havemann-Gesellschaft, die neben dem Archiv der DDR-Opposition auch politische Bildungsarbeit betreibt. Das Projekt ist zudem das erste, das im Sinne des "Campus der Demokratie" verwirklicht wird. Die Campus-Idee ist eine Initiative von Roland Jahn, dem Chef der auf dem Areal ansässigen Stasi-Unterlagenbehörde.

Auch viele Lichtenberger Bezirkspolitiker haben sich schon mehrfach für die Entwicklung des Areals in Richtung Demokratie-Campus eingesetzt, so etwa der Bundestagsabgeordnete Martin Pätzold (CDU). Ihn freut es, dass mit der Verwirklichung der Ausstellung ein erstes Projekt konkrete Form annimmt. "Trotzdem ist weiteres Engagement an diesem besonderen Ort der Geschichte unabdingbar", so Pätzold.


Karolina Wrobel / KW
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