Transparent sorgt für Ärger: AfD fordert "harte Strafen"

Der BVV-Vorsteher Rainer Bosse (rechts) ging auf die Demonstrierenden zu, um sie zum Abhängen des Transparents zu bewegen. (Foto: Wrobel)

Lichtenberg. Erneut haben Menschen im Vorfeld und während der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gegen Rechtsextremismus und für ein tolerantes Miteinander demonstriert.

Am 15. Dezember sorgte ein Transparent mit der Aufschrift "Stoppt die geistigen Brandstifter" für Tumulte. So mussten die Demonstranten dieses Transparent, das sie in der Max-Taut-Aula im Rücken der Fraktion der Alternative für Deutschland (AfD) aufgehängt hatten, wieder abhängen, nachdem der Bezirksverordnete Markus Radtke (AfD) auf die BVV-Geschäftsordnung hingewiesen hatte.

Der Vorsteher Rainer Bosse (Die Linke) machte die Protestierenden im Sinne der Geschäftsordnung darauf aufmerksam, dass sie das Transparent "ohne Wissen des Hausherren" angebracht hatten und es daher zu entfernen sei. "Gegen Meinungsäußerung sei aber nichts einzuwenden", so Bosse weiter. Als sich die Protestierenden jedoch weigerten, das Tuch zu entfernen, begann Bosse das Transparent eigenhändig abzuhängen. Die Demonstrierenden wollten ihn davon abhalten und bedrängten den BVV-Vorsteher.

Daraufhin griff die im Saal anwesende Polizei ein – und begleitete die skandierende Gruppe samt Transparent nach draußen. "Der Vorfall muss ein gerichtliches Nachspiel haben", erklärt der Lichtenberger AfD-Chef Karsten Woldeit in einer Mitteilung. Ferner fordert er "harte Strafen", spricht von "krimineller Energie" und bezeichnet die Protestierenden als "Täter". KW
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1 Kommentar
Ralf Drescher aus Köpenick | 21.12.2016 | 23:10  
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