Alltagskunst aus der DDR

Lichtenberg. Einst schmückten in der Großsiedlung Neu-Hohenschönhausen rund 1000 von den Anwohnern selbst gemalte Bilder die Eingänge der Plattenbauten. Diese DDR-Alltagskunst war erwünscht und hatte einen einfachen Hintergrund: Die Bilder sollten vor allem den Kindern eine Orientierungshilfe inmitten der gleich aussehenden Hauseingänge bieten. Welche fantasievollen Motive es gab, das zeigt noch bis zum 2. Oktober die Foto-Ausstellung "Bemalungen an Häusern in Hohenschönhausen 1984-1989" im Rathaus Lichtenberg in der Möllendorffstraße 6. Zu sehen sind die von den Anwohnern selbst gestalteten Hauseingänge, die Wolfgang Mattern über Jahre hinweg fotografisch dokumentiert hat. Die originalen Bilder - Alltagskunst in der DDR - verschwanden im Zuge der Sanierung und Modernisierung der Siedlung. Die von Wolfgang Mattern gesammelten Fotografien präsentiert Gunnar Müller nun anlässlich des Jubiläumsjahres "30 Jahre Hohenschönhausen" erneut, nachdem die Ausstellung bereits Ende 2012 im Bürgerschloss Hohenschönhausen zu sehen war. Der Eintritt ist frei.


Karolina Wrobel / KW
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