Bezirksverordnete wollen neue Fahrradkonzeption beschließen

Lichtenberg. Noch klaffen Lücken im Lichtenberger Radwegenetz. Zusätzliche bezirkliche Leitlinien sollen das Radfahren nun attraktiver machen.

"Das Radfahren in Lichtenberg ist stressig", erklärt Henriette van der Wall. Die Bezirksverordnete von Bündnis 90/Die Grünen ist Radfahrerin und kennt die Situation im Bezirk. "Oft fehlen die Anschlüsse zwischen den Radwegen, wie zum Beispiel zwischen der Lückstraße und der Sewanstraße. An der Frankfurter Allee wiederum ist der an den Gehweg gebundene Radweg zu schmal. Es kommt hier oft zu Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern. Vielerorts ist auch die Bauweise von Abstellanlagen für Fahrräder und ihre Entfernung zu den Supermärkten mangelhaft", sagt die Grüne.Dabei laden immer mehr neue und sanierte Fahrradwege in Lichtenberg zum Radfahren ein. Etwa 2430 Meter an neuen Radwegen sind seit dem Jahr 2011 hinzugekommen. Mit bezirklichen Leitlinien sollen die Bedingungen für den Radverkehr in Lichtenberg zusätzlich verbessert werden.

Diese Leitlinien sollen am 19. September von der Bezirksverordnetenversammlung beschlossen werden. "Sie sollen helfen, die Notwendigkeiten der Radfahrer in der Planung zu berücksichtigen", erklärt Henriette van der Wall. "Und auch dem Senat gegenüber helfen diese Leitlinien, bezirkliche Anforderungen anzumelden."

Tourismus soll profitieren

Die Leitlinien sehen unter anderen den Ausbau bezirklicher Nebenrouten und die Schließung von Lücken im Radwegenetz vor. Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, dem könnten Wasch- und Umkleidemöglichkeiten das Radfahren erleichtern. Hier sollen zusammen mit dem Wirtschaftskreis Lichtenberg-Hohenschönhausen Lösungen gefunden werden. Vorbildfunktion könnten laut Fahrradkonzeption schon die Mitarbeiter des Bezirksamtes übernehmen - so sind im Ordnungsamt vier Dienstfahrräder schon seit Jahren in Nutzung. Auch hier könnte mehr für die Dienstfahrten per Rad getan werden, so die Idee. Deshalb soll der Einsatz von Elektrofahrrädern geprüft werden. Zudem könnte der Rad-Tourismus durch das Angebot von Leihrädern ausgebaut werden.


Karolina Wrobel / KW
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