Das Kinderopernhaus führt jedes Jahr eine Oper auf

Lichtenberg. Seit 2009 gibt es das Kinderopernhaus Lichtenberg. Es wurde jetzt als herausragende "Bildungsidee" gewürdigt. Am 28. Oktober wurde das Projekt bei der letzten Aufführung des Stücks "...was du nicht siehst" im Kulturhaus Karlshorst von der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka (CDU), ausgezeichnet.

"Das Kinderopernhaus Lichtenberg ist eine ausgezeichnete Bildungsidee, da es jenen Kindern neue Chancen bietet, die unter ungünstigen Bedingungen aufwachsen", sagte Wanka. Das Projekt der Staatsoper und des Caritasverbandes initiierte die Sozialpädagogin Regina Lux-Hahn, die als Tontechnikerin lange beim Bayerischen Rundfunk in München arbeitete. Zuletzt war sie für die Caritas mit Migrations- und Jugendarbeit betraut. Dabei entstand das Kinderopernprojekt.

Seit nunmehr vier Jahren proben Kinder und Jugendliche unter professioneller Anleitung von Regisseuren, Sängern und Schauspielern der Staatsoper im Jugendzentrum Steinhaus in der Schulze-Boysen-Straße 10, jährlich bringen sie so eine neue Oper auf die Bühne.

Dieses Jahr hatten die Schüler unter der Regie von Jennifer Jefka und der musikalischen Leitung von Ursula Stiloher das Stück " ...was du nicht siehst" erarbeitet, das an Claude Debussys Klavier-Suite "Children’s Corner" angelehnt ist. Hier experimentierten sie mit der Musik des Impressionismus, setzten die musikalische Welt mit Puppen und Objekten um.

Jährlicher Höhepunkt ist die szenisch-musikalische Aufführung auf der Werkstattbühne der Berliner Staatsoper und in mehreren Einrichtungen Lichtenbergs. Nach erfolgreichen und ausverkauften sieben Vorstellungen der vierten Kinderopernhausproduktion geht es nun an die fünfte Produktion, die im kommenden Jahr zur Aufführung gelangen soll. Interessierte Kinder können sich ab dem 7. November anmelden unter www.sternzeit-fas.de.

"Ich freue mich über die Auszeichnung unseres Projektes", sagt Regina Lux-Hahn. Die sei nicht nur eine Anerkennung der Idee, sondern könne auch zum Erhalt des Projektes beitragen. Zwar wird das Kinderopernhaus durch Bundes-, Landes- und Bezirksmittel finanziert. Es ist aber auch auf Sponsoring angewiesen.


Karolina Wrobel / KW
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