Einst schmückte der kupferne Vogel die Spitze des Rathauses

Einen echten Rathausvogel finden Besucher nun in einer Vitrine gleich neben dem Ratssaal. Einst schmückte der Adler die Rathausspitze. (Foto: BA Lichtenberg)

Lichtenberg. Ein besonderer Vogel ist jetzt im Rathaus Lichtenberg zu sehen. Er ist ein wenig ramponiert, aber das hat mit seiner Geschichte zu tun.

Der kupferne Adler zierte seit der Einweihung des Rathauses im Jahr 1898 das viereckige Türmchen des Gebäudes. Haezu hundetr Jahre hgielt er da oben aus. Doch in den 1990er Jahren fegte ihn ein Sturm herunter. Dabei wurde der Greif erheblich beschädigt,er zog sich unter anderen einen krummen Schnabel zu. In diesem Zustand fristete er einige Zeit im Museum Lichtenberg, wo er auf seine Restauration und Wiederaufstellung wartete. Erst 2007 gab es die Überlegung, ihn erneut auf die Spitze des Rathauses zu setzen. Nach einer Prüfung kamen die Verantwortlichen im Rathaus allerdings zu dem Schluss, dass die Restauration erhebliche Kosten verursacht. So zog der Adler statt auf die Turmspitze ins Innere des Rathauses, nämlich in das Büro des heutigen Immobilienstadtrates Andreas Prüfer (Die Linke). Besucher des Rathauses konnten den Adler bislang nur während der jährlich stattfindenden langen Nacht der Politik im Januar betrachten.

Jetzt zog der Adler wieder um. Statt ihn jedoch, wie ursprünglich angedacht, Wind und Wetter auszusetzen, erhielt er mit einer eigenen Ausstellungsvitrine ein geschütztes Nest. Noch immer unsaniert und mit krummem Schnabel kann ihm nun jeder Besucher vor dem Ratssaal im ersten Stockwerk des Rathauses begegnen - auf Augenhöhe.

Restauriert, allerdings hoch oben an der Außenfassade, ist dagegen seit kurzem ein anderer Adler, nämlich der im großen Glasmosaik abgebildete märkische Adler. Er wurde von Restauratoren Ende 2012 wieder auf Hochglanz gebracht. Fehlstellen wurden ergänzt, nicht bauzeitliche Ergänzungen aus der Vergangenheit wurden ausgebessert. Auch die übrigen Glasmosaike in den Medaillons an der Rathausfassade sollen begutachtet und gegebenenfalls restauriert werden.


Karolina Wrobel / KW
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