Galerie im Ratskeller zeigt Geometrisch-Abstraktes

Zwischen geometrischer Abstraktion und Ornament bewegt sich das bemalte Holzobjekt des Künstlers Václav Sika. (Foto: Galerie im Ratskeller)

Lichtenberg. Die Ausstellung "Spuren und Zeichen" zeigt in Malerei, Grafik und Installation das Ergebnis des Kulturaustauschprojekts zwischen Pilsener und Berliner Künstlern.

"Es ist der Prozess des Hinterfragens, der den Künstler zu Entdeckungen führt", weiß die Kuratorin Chris Firchow. Welche Sichtweisen Künstler aus dem tschechischen Pilsen und Berlin und Brandenburg auf die sie umgebende Welt einnehmen, lässt sich noch bis zum 21. Juli in der Galerie für zeitgenössische Kunst im Ratskeller in der Möllendorffstraße 6 entdecken. Gezeigt werden künstlerische Positionen geometrisch-abstrakter Kunst in Linie, Fläche und Farbe bis hin zu märchenhaften Papierschnitten. Neun Künstler präsentieren ihre Werke, die im Rahmen einer kulturellen Begegnung der Union der Bildenden Künstler der Region Pilsen entstanden. Unter dem Titel "Spuren und Zeichen" lädt der Kulturaustausch auch die Besucher dazu auf, sich auf Spurensuche zu begeben. Welche Spuren etwa ganz physikalisch im Material Eingang finden, das zeigt der Künstler Milan Duris. Fasziniert von der "Metamorphose des Zerfalls", überträgt er die dunklen Spuren der Oxidation von Metallen mit Öl und Acryl auf die Leinwand. Die natürlich eingewirkte Fläche komponiert der in Pilsen lebende Künstler in geometrische Felder. Nah an der hellen Farbigkeit impressionistischer Maler bewegen sich wiederum die streng in Form gebrachten Bilder von Václav Malina. Das mag nicht verwundern, denn seine Inspiration holt sich der Maler aus dem konkreten Erleben von Landschaft und Natur. Diesen Eindrücken gewinnt er das Wesentliche an Form und Farbe in seinen konkret-konstruktivistisch gehaltenen Bildern ab.

Figürlich und also gegenständlich bringt die Malerin Kveta Monhartová ihre Vorstellungen vom menschlichen Körper mit seinen sensiblen Orten auf die Leinwand. In der Ausstellung präsentierte Auszüge ihres Bilderzyklus’ zeigen spiegelbildlich angeordnete Körperteile, die sich durch die bewusste Neuordnung und einer weichen Pinseltechnik ins Symbolhafte verändern. Ganz objekthaft versucht wiederum die in der Uckermark lebende Künstlerin Gaby Schulze die Zeichen der Zeit einzufangen. Das Eingreifen des Menschen in den Rhythmus der Natur verdeutlicht sie ganz plastisch, indem sie elektronischen Bauteilen und Software eine neu gedachte Form gibt.

Die Ausstellung ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Am 18. Juli findet um 17 Uhr eine Publikumsführung mit der Kuratorin Chris Firchow statt. Weitere Informationen gibt es unter 902 96 37 12.

Karolina Wrobel / KW
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