Howoge setzt auf weiteren Wohnungsbau im Bezirk

Mehr als 90 Wohnungen schuf die Howoge im ehemaligen Studentenwohnheim Dolgenseestraße 29-31. 2012 war es das größte Projekt der Howoge im Bezirk. (Foto: Wrobel)

Lichtenberg. Mit dem ehemaligen Krankenhausgelände Lindenhof und den ehemaligen Studentenwohnheimen am Römerweg will die Howoge neuen Wohnraum im Bezirk schaffen.

Bis heute liegt das Areal der ehemaligen Studentenwohnheime brach. Doch schon nächstes Jahr sollen dort neue Wohnungen entstehen. "Wir befinden uns derzeit im Ausschreibungsverfahren", berichtet Michael Wagner, Prokurist im Bestandsmanagement der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Howoge. Noch sei jedoch unklar, inwieweit die zur Rückseite der Treskowallee stehenden Gebäude abgerissen werden. Es würden auch Neubauten in Betracht gezogen, sagt Wagner. "Insgesamt sollen an dieser Stelle rund 400 Wohneinheiten entstehen." Derzeit konzentriert sich die Howoge noch auf die Sanierung ihres Bestands von etwa 3100 Wohnungen in Berlin-Buch. Dieses Vorhaben soll im kommenden Jahr wesentlich abgeschlossen sein. Schon jetzt könnte die Wohnungsbaugesellschaft an ihrem nächsten großen Projekt planen: Sie erwarb das Gelände des ehemaligen Kinder- und Jugendkrankenhauses Lindenhof an der Gotlindestraße. Das 70 000 Quadratmeter große Grundstück verfügt über einen großzügigen Park und ein denkmalgeschütztes Gebäude-Ensemble. Hier sollen hochwertige Mietwohnungen entstehen, auch Neubauten könnten die Anlage ergänzen. "Der Kaufvertrag ist mit dem Liegenschaftsfonds zwar abgeschlossen, doch noch warten wir auf den Beschluss des Abgeordnetenhauses." Ohne seine Zustimmung könne die Howoge nicht in weitere Planungen gehen. "Deshalb halten wir uns hier noch mit Investitionen zurück", sagt Michael Wagner.

Mit dem Theater Karlshorst wartet zudem ein kulturelles Kleinod auf seine Wiederbelebung. "Das Theater ist unser größter Kulturbau im Bestand", weiß Wagner. Die Howoge und das Bezirksamt hatten die Agentur iq consult beauftragt, ein Nutzungskonzept zu erarbeiten. Das sollte mögliche Betreiber auf das Theater aufmerksam machen. Doch auch, nachdem 125 000 Euro an EU-Fördermitteln und nochmals die gleiche Summe von der Howoge dafür aufgewendet wurden: "Potenzielle Nutzer sind nicht in Sicht. Wir sind keinen Schritt weiter", so Wagner. Aus Brandschutzgründen ist bis auf weiteres auch keine Zwischennutzung möglich.


Karolina Wrobel / KW
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