In der Siegfriedstraße soll Freizeithaus entstehen

Christiane Wildner, beim Jugendamt zuständig für das Neubauprojekt, bestaunt die Modellentwürfe der Architekten. (Foto: Wrobel)

Lichtenberg. Von der Wackeltierwiese bis zur Flitzebahn: Vier Architekturentwürfe zeigen die Ideen für den Neubau der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung in der Siegfriedstraße.

Schon im Sommer 2014 soll es mit dem Neubau des Jugendclubs losgehen. Rund 1,7 Millionen Euro stehen dafür aus dem Programm Stadtumbau Ost zur Verfügung. Das bestehende Gebäude in der Siegfriedstraße, in dem bislang der Jugendclub "Plexus" und der Verein Kinderkunst ohne Führungskreuz untergebracht sind, soll abgerissen werden. Der Neubau soll ab 2016 zum neuen Anziehungspunkt für Kinder und Jugendliche werden.Wie das Gebäude und der dazugehörige Garten aussehen werden, steht jedoch noch aus. Für den Wettbewerb der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und dem Bezirksamt Lichtenberg haben vier Architekturbüros ihre Ideen eingereicht. Die Vorgabe bestand darin, ein Haus mit drei Bereichen zu schaffen: Platz sollte es für den Jugendbereich, aber auch für den Kinderbereich geben. Zudem sollte ein offener Bereich geschaffen werden, der variabel genutzt werden könnte.

Die freien Architekten Clark und Kuhn entwarfen einen eingeschossigen, rechteckigen Bau. Das Gebäude, das mit farbigem Basaltstein verkleidet ist, wird durch viele Terrassen nach außen geöffnet. Zur Gartengestaltung gehört ein im Querschnitt 28 Meter breiter asphaltierter Platz, der zum Inline-Skaten oder für Ballsportarten genutzt werden könnte. Pflanzbeete, einen Grillplatz und eine Inliner-Welle sieht wiederum der Entwurf der Architekten Georg Scheel Wetzel vor. Das kompakt gehaltene Gebäude selbst soll einen zentralen offenen Bereich in der Mitte erhalten, der dem Kinder- und Jugendbereich angeschlossen ist. Der Baukörper selbst ist als Ziegelbau mit Aluminiumrechteck-Profilen zur Verkleidung vorgesehen. Unkonventionell ist der Entwurf des Architekturbüros Kersten + Kopp. Das vieleckige Gebäude hat eine längliche Form und ist durch viele Vorsprünge und Knicke gekennzeichnet. Der Holzbau soll eine Fassade mit Holzschalung erhalten. Kleine Ausgucke auf dem Dach böten Kindern und Jugendlichen einen Blick über die Straßen Lichtenbergs. Im Garten sind eine Parcours-Strecke und auch ein Kletterfelsen vorgesehen. Die Gesellschaft von Architekten Numrich Albrecht Klumpp legte den Entwurf über einen Bau vor, der variable Mehrzweckräume und Kuschelnischen vorsieht. Der Baukörper selbst wird im unteren Bereich aus Tonmauerwerk bestehen, im oberen Bereich des Eingeschossers ist eine Putzfassade vorgesehen. Im Garten sollen eine Wackeltierwiese und eine Flitzebahn entstehen.

Welcher Entwurf realisiert werden wird, soll in wenigen Tagen bekannt gegeben werden. Zudem ist aber noch unklar, welcher freie Träger die Einrichtung führen wird. Denn inwiefern der jetzige Träger Publicata e.V. bleiben wird, steht aus. Offenbar ist das Jugendamt unzufrieden über die Arbeit des Trägers, was zu einer nicht öffentlichen Besprechung im Jugendhilfeausschuss am 4. Juni führte. Der Jugendhilfeausschuss muss noch entscheiden, inwiefern ein neuer Träger für den Neubau des Jugendclubs gesucht werden wird. Der Verein Kinderkunst ohne Führungskreuz könnte dann Partner des neuen Trägers werden, heißt es im Jugendamt.


Karolina Wrobel / KW
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