Neue Konzepte sind da - doch es fehlt das Geld

Lichtenberg. Der Tierpark Berlin ist wieder einmal in die Schlagzeilen gerückt. So machte sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Lars Lindemann mit seiner Forderung nach Schließung des Tierparks keine Freunde.

Für den Vorsitzenden der Fördergemeinschaft von Tierpark und Zoo, Thomas Ziolko, steht außer Frage, dass sich eine Millionenstadt wie Berlin zwei Einrichtungen leisten kann und muss. "Die Hauptstadt profitiert von Tierpark und Zoo", so Ziolko. "Sie sind eine einzigartige Attraktion für Berlin und prägen das Bild der Hauptstadt." Doch auch Ziolko weiß, dass die "kommenden Jahre eine Herausforderung bringen. Im Mittelpunkt stehen die Finanzen. Rund eine Million Menschen besuchten im vergangenen Jahr den Tierpark, fast dreimal so viele kamen in den Zoo und in das Aquarium. Während diese Einrichtungen finanziell auf eigenen Beinen steht, hängt der Tierpark in Friedrichsfelde am Tropf.

Für Bürgermeister Andreas Geisel (SPD) ist der Tierpark eine wichtige Einrichtung im Bezirk. "Eine Million Besucher ist eine beachtliche Zahl", sagt Geisel. Aber auch er sieht Handlungsbedarf und verweist auf Pläne, eine Berglandschaft zu bauen oder ein Erlebniszentrum für Kinder. Dafür braucht der Tierpark rund 80 Millionen Euro. Die Abgeordneten, die neue Konzepte für den Park fordern, sollten sich auch darüber Gedanken machen, wie sie finanziert werden.

Auch die CDU-Fraktion von Berlin bekennt sich zum Erhalt von Zoo und Tierpark Berlin. "Insbesondere der Tierpark muss zu einem modernen Zoo der Zukunft entwickelt werden", fordert der umweltpolitische Sprecher Alexander J. Herrmann. Ziel müsse sein, unabhängig von öffentlichen Zuwendungen zu werden. Der Tierpark müsse vor allem seine Anziehungskraft auf die Besucher erhöhen. Dazu gehörte eine Verbesserung der Parkplatzsituation sowie ein dritter Eingang von der B 1/5.

Die CDU fordert auch, den Tierpark als Ort der Bildung weiter auszubauen. Das bestehende Angebot der Tierparkschule müsse als Tier- und Artenschutzzentrum in Kooperation mit dem Institut für Zoo- und Wildtierforschung ausgebaut werden.

Lesen Sie zu diesem Thema auch unsere Frage der Woche im Innenteil.


Klaus Tessmann / KT
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