Penny will die Ausfahrt an der Wönnichstraße nun doch schließen

Lichtenberg. Weil die Behörden die Zu- und Einfahrtsbeschränkungen in die Weitlingstraße aufgehoben hätten, werde Penny nun - wie angekündigt - die Ausfahrt an der Wönnichstraße schließen, teilte jetzt die Rewe Group mit.

"Ich freue mich sehr, dass wir hier eine für alle Seiten gute Lösung gefunden haben, die vor allem die Kinder schützt", sagte der zuständige Regionsleiter der Rewe Group, Steffen Graupner. Hintergrund: Der Discounter Penny hatte in der Wönnichstraße, direkt gegenüber der Robinson-Grundschule, entgegen Zusagen des früheren Investors KMLK GmbH eine Ein- und Ausfahrt angelegt. Das Unternehmen verwies auf Bescheide der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Vertreter der Behörde erklärten hingegen, die Auffahrt sei illegal. Tatsächlich liegt der Fall so, dass diese Zu- und Ausfahrt auf der bisherigen Brache schon immer vorhanden gewesen ist. Sie wurde durch den Neubau nur aktiviert. Es gab also gar nichts zu genehmigen oder versagen. Die Eltern der Robinson-Grundschule jedenfalls waren entsetzt und um die Sicherheit ihrer Kinder besorgt. Sie wandten sich an die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und organisierten eine medial vielbeachtete Demonstration. Nach einem BVV-Beschluss forderte Stadtentwicklungsstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) Penny auf, die Ausfahrt in der Wönnichstraße "zurückzubauen".

Gleichzeitig initiierte der Stadtrat einen Vor-Ort-Termin mit der Verkehrslenkung Berlin. Sie sollte eine Zufahrtserlaubnis in die Weitlingstraße mit beidseitiger Abbiegemöglichkeit wohlwollend prüfen. Das Berliner Verwaltungsgericht untersagte dem Bezirksamt am 26. November nach einer Eilentscheidung, die Auffahrt zur Wönnichstraße zu schließen. Die Verkehrslenkung erteilte tags darauf - einen Tag vor Eröffnung des Supermarkts - die Erlaubnis für eine beidseitige Ein- und Ausfahrt in die Weitlingstraße.

SPD-Fraktionschef Erik Guhrs lobt das Engagement der Eltern. "Sie haben nicht locker gelassen." Elternsprecherin Sabine Schubert sagt: "Wir sind sehr erleichtert." Die Eltern wollen den Fortgang nun aufmerksam verfolgen, um sicherzugehen, dass die Zusagen auch eingehalten werden. Stadtrat Wilfried Nünthel war bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht erreichbar.


Karen Noetzel / KEN
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