Projekt in der Magdalenenstraße erhält Hilfe von der BVV

Der Plattenbau in der Magdalenenstraße 19 liegt brach. (Foto: Wrobel)

Lichtenberg. Der Verein "Wilma 19" will auf dem früheren Stasi-Areal in der Magdalenenstraße ein generationsübergreifendes Wohnprojekt realisieren. Jetzt prüft das Bezirksamt, wie das schnell genehmigt werden kann.

Die Räume will der Verein auch für öffentliche Kulturprojekte zur Verfügung stellen. Ob das Wohnprojekt jedoch realisiert werden kann, steht noch aus. "Wilma 19" hatte im November 2012 das Haus auf dem Areal des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit vom Liegenschaftsfonds erworben. Der Kaufvertrag wird jedoch erst wirksam, wenn ein entsprechender Sanierungsrahmenplan vorliegt. Doch mit dem Plan, der die sanierungsrechtlichen Ziele wie etwa Wohnen oder Gewerbe festsetzt, ist nicht vor September zu rechnen. Hier kam es zu Verzögerungen. Für den Verein kostet das Warten Geld, was das Projekt ins Wanken bringen könnte. Es wird über die Unterstützung des Freiburger Mietshäuser Syndikat verwirklicht, es basiert unter anderen auf Mikrokrediten von Privatleuten. Die Vereinsmitglieder haben ihre Sorge bereits im April an den Ausschuss für ökologische Stadtentwicklung herangetragen (die Berliner Woche berichtete). Der Sanierungsrahmenplan wurde eigentlich für März erwartet.

Der Ausschuss verwies die Sache nun dringlich an das Bezirksamt. Das wird jetzt auf Beschluss der BVV die Möglichkeit prüfen, die sanierungsrechtliche Genehmigung für das Wohnprojekt schnell zu erteilen. "Die Verzögerung bei der Erarbeitung des Sanierungsrahmenplans ist weder dem Bezirk noch dem Verein anzulasten", begründet der fraktionsübergreifend erarbeitete Antrag des Ausschusses sein Anliegen. Denn der Sanierungsbeauftragte "Stattbau", der diesen Rahmenplan erarbeiten soll, konnte erst zum 1. Januar seine Arbeit aufnehmen. Grund waren juristische Auseinandersetzungen nach der Ausschreibung zum Sanierungsbeauftragten, hieß es auf der April-Sitzung des Ausschusses. Der Verein hatte bereits im Mai seinen Bauantrag im Bezirksamt eingereicht.


Karolina Wrobel / KW
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