Raum zum Spielen und Erholen auf dem neuen Freiaplatz

Lichtenberg. Kinder und Jugendliche übernahmen eine besondere Rolle bei der Neugestaltung des Freiaplatzes. Sie haben an Raum für Jung und Alt gedacht.

Sattes Grün liefern die alten und groß gewachsenen Kastanien auf dem Freiaplatz an der Rüdigerstraße. Sie sind das eigentliche Highlight der parkähnlichen Anlage, die nun für über 240 000 Euro aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost neu gestaltet wurde. Und so stimmten im Schatten der Bäume die Kinder der benachbarten Kita "Singemäuse" ihre Lieder an und feierten am 14. August die Beendigung der Bauarbeiten, die im Herbst vergangenen Jahres begannen. Mit der erfolgreichen Umgestaltung des Freiaplatzes wurde zugleich das erste Projekt des Sanierungsgebietes Frankfurter Allee Nord abgeschlossen. Ephraim Gothe (SPD), Staatssekretär für Bauen und Wohnen, weiß die Bedeutung des Platzes hervorzuheben. "Durch das Engagement vieler Beteiligter wurde der Freiaplatz wieder zu einer wertvollen grünen Oase mit einer hohen Aufenthaltsqualität." Denn nachdem der Platz 1995 bereits für fast eine Million DM umgestaltet und eine Pergola gebaut wurde, erlebte der Platz danach seinen Niedergang. Die Pergola wurde ein Anziehungspunkt für Trinker. Sie wurde jetzt abgerissen, dabei die Bepflanzung des Platzes gelichtet. Und auch der Spielplatz musste wieder den Wünschen der Kinder und Jugendlichen gerecht werden.

Eben diese Kinder und Jugendliche lieferten für die Gestaltung des Spielplatzes viele Ideen, welche von den Landschaftsarchitekten umgesetzt wurden. Beteiligt hatte sich unter anderen eine Gruppe von Jugendlichen der benachbarten Schule auf lichten Berg. "Gerade der Spielplatz ist jetzt ein richtiger Abenteuerspielplatz", freut sich der zwölfjährige Alexander, der an der Projektgruppe teilnahm. Die wünschte sich nicht nur eine neue Tischtennisplatte und neue Spielgeräte. "Das ursprüngliche Klettergerüst wurde erhalten und durch einen neuen Baumturm ergänzt", erklärt der Landschaftsarchitekt Thomas-Michael Bauermeister, der die Wünsche umzusetzen half. Die Rückseite der alten Holz-Spielwand wurde mit Klettergriffen ausgestattet. Ein eigenes Spiel- und Klettergerüst mit Rutsche wurde eigens für die drei- bis sechsjährigen Kinder eingerichtet. "Die Kinder und Jugendlichen haben bei ihrer Ideensammlung auch an die älteren Anwohner gedacht", freut sich Manuela Elsaßer, die im Bezirk für die Kinder- und Jugendbeteiligung zuständig ist. So entstand auch ein eigener Sitzbereich für Erwachsene unter den schattigen Kastanienbäumen.


Karolina Wrobel / KW
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