Trauer-Café: Für einen anderen da sein

Seit April gibt es im Sana Klinikum Lichtenberg ein Trauer-Café. Es ist ein offenes Angebot für Menschen, die ihrer Trauer Raum geben möchten, die Austausch mit anderen Trauernden suchen oder die für eine schwere Zeit in ihrem Leben einen Ansprechpartner wünschen. Im Stationsalltag ist dafür oft wenig Zeit, der Bedarf aber sehr groß. Ärzte, Schwestern, Therapeuten und andere Mitarbeiter geben ihr Bestes, auf Fragen, Bedenken und Ängste von Patienten und Angehörigen einzugehen. Doch aufgrund ihrer Aufgabe, die medizinische Versorgung sicher zu stellen, haben sie kaum Kapazitäten, sich den Bedürfnissen trauernder Patienten und Angehörigen widmen zu können. So soll das Trauer-Café einen Raum schaffen, der den Bedarf an Fürsorge, Zuwendung und Ansprache im Krankenhaus erweitert. Zu dem kleinen Team der Initiatorinnen haben sich inzwischen vier ehrenamtliche Helferinnen gesellt, die abwechselnd jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr für Besucher des Cafés als Gesprächspartnerinnen zur Verfügung stehen. Eine davon ist eine Frau, deren Mutter vor 13 Monaten im Sana Klinikum Lichtenberg verstorben ist. Sie hatte eine Begleitung in großer innerer Not durch die Seelsorgerin des Hauses und weiß, wie wichtig diese Hilfe ist. Nun steht sie mit der Kompetenz ihres eigenen Erlebens und Verarbeitens ihrer Trauer anderen hilfreich zur Seite.
PR-Redaktion / P.R.
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