Zeremonie auf dem Zentralfriedhof

Lichtenberg. An der Rummelsburger Hauptstraße 8 liegt der ehemalige Friedhof des Städtischen Waisenhauses, auf dem 360 Waisen verschiedener Konfessionen sowie 96 Betreuer und Beamte zwischen 1859 und 1896 bestattet wurden.

Als im Dezember 2012 an dieser Stelle archäologische Grabungen durchgeführt wurden, wurden sterbliche Überreste von unbekannten Toten gefunden und zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde überführt. Recherchen der Historikerin Christine Steer und des Grabungsleiters Markus Schwanitz konnten die Todesursachen von 181 der auf dem Friedhof des Waisenhauses begrabenen Personen nachweisen. Eine namentliche Zuordnung der Grablegungen war jedoch nicht mehr möglich.

Am 19. November findet im Gedenken an die unbekannten umgebetteten Toten um 12 Uhr eine interreligiöse Zeremonie auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde, Gudrunstraße 20, statt. Eine Gedenkskulptur soll an diese Menschen erinnern. Die Zeremonie gestalten Pfarrer Joachim G. Cierpka von der Evangelischen Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde Lichtenberg, Winfried Onizazuk von der Katholischen Kirchengemeinde St. Mauritius und Rabbiner Daniel Alter von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Die Rede hält Rainer E. Klemke, Leiter des Runden Tisches "Gedenken an der Rummelsburger Bucht".


Karolina Wrobel / KW
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