Zwölf Ehrenamtliche werden mit Bürgermedaille geehrt

Die Ehrenamtlichen wurden für ihr Engagement von Bürgermeister Andreas Geisel (SPD) (links) mit der Bürgermedaille ausgezeichnet. (Foto: Bezirksamt Lichtenberg)

Lichtenberg. Ihre Zeit widmen sie anderen Menschen, deshalb gebührt vielen Ehrenamtlichen neben Dank auch eine offizielle Anerkennung: In Lichtenberg verleiht das Bezirksamt herausragenden Ehrenamtlichen die Bürgermedaille.

"Ohne die unermüdliche Arbeit der Ehrenamtlichen wären viele Bereiche des öffentlichen und sozialen Lebens nicht vorstellbar", erklärte der Bürgermeister Andreas Geisel (SPD) bei der feierlichen Ehrung am 23. November. Seit acht Jahren bereits zeichnet das Bezirksamt verdienstvolle Bürger mit der Lichtenberger Bürgermedaille aus. Die Verleihung traf auch dieses Jahr auf große Resonanz: Rund 120 Menschen kamen zur Festveranstaltung.Zwölf Ehrenamtliche erhielten diese Ehrung: Jeder von ihnen hat Menschen unterstützt und ihre Anliegen zu den eigenen gemacht. Wie etwa Georg Abel. Als "Unermüdlicher" engagierte er sich jahrelang im Bürgerverein Karlshorst für die Gestaltung des Zentrums im Ortsteil und die Verkehrsplanung. Zu den Ausgezeichneten gehört Erik Lindemann. Mit 19 Jahren ist er der jüngste Ehrenamtliche, der die Bürgermedaille je erhalten hat. Lindemann ist Mitbegründer des Jugendaktives Hohenschönhausen und arbeitet ehrenamtlich in der Jugendfreizeiteinrichtung "Leos Hütte" in der Grevesmühlener Straße.

Für mehr kulturelle Verständigung setzt sich Wilfried Lulei ein. Als stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Vietnamesischen Gesellschaft kümmert er sich um die Belange der Vietnamesen in Berlin. Eine Vertraute ist für viele Menschen Gudrun Höger. Das Organisationstalent sorgte in Zusammenarbeit mit dem Management des Allee-Centers dafür, dass dort ein Buchladen öffnete. Sie organisiert für die Nachbarschaft Bastelstunden sowie Geburtstags- und Weihnachtsfeiern. Seit zehn Jahren ist sie auch im Kiezbeirat in der Landsberger Allee aktiv.

Für Kulturerlebnisse der ganz besonderen Art sorgt Wolfgang Helfritsch. Der künstlerische Leiter des Zimmertheaters weiß Inszenierungen mit Berliner Schnauze auf die Bühne zu bringen, die auch ein Publikum jenseits des Bezirks in die Kultschule in der Sewanstraße oder ins Kulturhaus Karlshorst in der Treskowallee locken.

Weitere Träger der Bürgermedaille sind die Umweltschützer und Nabu-Mitglieder Ingrid und Manfred Knauer, mit deren Unterstützung die Malchower Aue zum Naturschutzgebiet erklärt wurde, und Günter Peschel, der seit 20 Jahren den Friedrichsfelder Gartenlauf organisiert. Holger Baer erhielt die Medaille für seine Arbeit im Nachbarschaftshaus im Verein Kiezspinne, wo er unter anderem die Bürgerinitiative zum Kreuzungsausbau Buchberger Straße ins Leben rief. Sabine Schubert wurde für ihren Einsatz ausgezeichnet, den sie als Vorsitzende des Fördervereins der Robinson-Grundschule an den Tag legt. Mit schweren Schicksalen umzugehen, hilft Marion Waade. Die Gründerin des Vereins Anuas engagiert sich für Angehörige von Mord-, Tötungs-, Suizid- und Vermisstenfällen. Und mit Brigitte Schwanitz erhält auch eine ausgebildete Telefonseelsorgerin der Kirchlichen Telefonseelsorge Berlin die Bürgermedaille.


Karolina Wrobel / KW
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