Friedrichstadtpalast sammelte Geld für "Kinderschutzengel"

Gäste vom Friedrichstadtpalast, Mitglieder und Botschafter der "Kinderschutzengel", Chefarzt Volker Stephan (3. von rechts) und fünf kuschelige Vierbeiner: Scheckübergabe im Lichtenberger Sana Klinikum an der Fanningerstraße. (Foto: Kahle)

Lichtenberg. Das ist eine Riesensumme für einen Verein: Einen Scheck über 82.884 Euro konnten die "Kinderschutzengel" kürzlich im Sana Klinikum Lichtenberg entgegennehmen. Der warme Geldregen ist dem Friedrichstadtpalast zu verdanken.

Mitglieder des internationalen Ballettensembles sammelten von Ende November bis Silvester allabendlich am Ende der Show "The Wyld" Spenden. Die Berliner und ihre Gäste zeigten sich großzügig - sehr zur Freude der Kinderschutzengel, die sich vor zehn Jahren gegründet haben.

Die Engel tun etwas, das einzigartig in Deutschland ist: Sie besuchen schwer kranke oder behinderte Kinder in Kliniken und bringen einen Hund mit. Die fünf tierischen Assistenten, die oft die Hauptrolle spielen, sind Australian Shepherds und heißen Merlin, Cujo, Tiffany, Sheila und Snow.

"Die Therapiehunde werden gezielt einmal pro Woche bei Kindern eingesetzt, die sonst auf nichts ansprechen", erklärte Professor Volker Stephan, Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Sana Klinikum. Die freundlichen Vierbeiner vollbringen kleine Wunder: Sie schenken den kleinen Patienten neuen Lebensmut, geben Geborgenheit und fördern nachweislich den Heilungsprozess. Auch traumatisierte und psychisch verschlossene Kinder öffnen sich oft eher einem Hund als einem Menschen. Nicht nur dem Lichtenberger Sana Klinikum, sondern auch dem Zehlendorfer Behringkrankenhaus statten die Engel regelmäßig einen Besuch ab.

Dank der Spende kann die Arbeit weitergehen. "Ich freue mich unglaublich. Wir können jetzt eine Psychologin bezahlen, und auch unsere Kinder-Sommernachtstraum-Gala ist für ein weiteres Jahr gesichert", so Jacqueline Boy, Gründerin und Vorsitzende des Vereins Kinderschutzengel.

Im Friedrichstadtpalast wird seit fünf Jahren gesammelt; insgesamt sind 437.000 Euro zusammengekommen. "Das Geld geht jedes Jahr an eine kleinere Hilfsorganisationen in der Region. So können wir uns ein direktes Bild von der Arbeit und den Menschen machen. In Berliner und Brandenburger Krankenhäusern werden Kinder aus allen Bundesländern und aller Welt behandelt, so dass unsere regionale Hilfe dieses Mal auch eine überregionale und internationale Hilfe ist", sagte der Palast-Intendant Berndt Schmidt.

Weitere Informationen unter www.kinderschutzengel.de.

Michael Kahle / m.k.
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