Idee aus dem Bürgerhaushalt wurde verwirklicht

Beim Krafttraining strengen sich besonders die älteren Besucher an. (Foto: Kiezspinne/Ina Malunat)

Lichtenberg. Die Kiezspinne ist um eine Attraktion reicher. Auf einer neuen Sport- und Spielfläche können Besucher unterschiedlicher Generationen gemeinsam Sport treiben. Diese generationenübergreifende Spielfläche - wie es offiziell heißt - ist als Idee im Bürgerhaushalt im Wohngebiet Frankfurter Allee-Süd bereits 2008 entstanden.

"Beim Voting kamen wir mit dem Projekt im Wohngebiet auf Platz 1", erklärte Reimer Dunkel vom Verein Kiezspinne FAS. Das war natürlich für den Verein sehr erfreulich, den ersten Platz von 37 eingereichten Projekten zu erreichen. Die gesamte Fläche hinter der Kiezspinne zwischen der Schulze-Boysen-Straße und der Tasdorfer Straße sollte gestaltet werden. Der Vorschlag aus dem Bürgerhaushalt 2008 ging dann in den Umweltausschuss und belegte dort den Platz 15. Im Ausschuss wurde dann beschlossen, die Idee in das Programm Stadtumbau Ost mit aufzunehmen. Insgesamt wurden rund 100 000 Euro in die Sportanlagen gesteckt.

"Im vergangenen Jahr wurden dann zunächst die Mittel für die Vorbereitungen bereit gestellt", erklärte Reimer Dunkel. In diesem Jahr wurden dann für rund 90 000 Euro die Spiel- und Sportgeräte aufgestellt und die Grünfläche gestaltet. Knapp sechs Jahre ist für Reimer Dunkel eine sehr gute Zeit für die Umsetzung einer Idee aus dem Bürgerhaushalt. "Auf der Fläche war früher einmal eine Industriebrache", erklärt Dunkel. Nun erweitern die Sportgeräte das Freizeitangebot in der Kiezspinne, Schulze-Boysen-Straße 38.

Auf dem Kletterei können vor allem die jüngeren Besucher sich ausprobieren. "Wir haben auch einen Bolzplatz bekommen", erklärt Dunkel. Für die ältere Generation gibt es ebenfalls Sportgeräte wie einen Stepper und einen Lauftrainer. Damit wird die Sportfläche für die Besucher von jung bis alt interessant.

Die Kiezspinne wurde im Jahr 2005 als Nachbarschaftshaus gebaut. Eigentlich heißt das Gebäude "Orangerie", "aber unter diesem Namen kennt kein Mensch im Wohngebiet die Freizeiteinrichtung", schätzt Reimer Dunkel ein. Sie ist im Volksmund nach dem Verein Kiezspinne benannt, der dieses Nachbarschaftshaus bewirtschaftet.

Den Verein gibt es jetzt seit 21 Jahren. Er setzt sich für die Interessen der Bewohner im Kiez ein, organisiert Familienfeste und verschiedene Veranstaltungen. Zu den beliebtesten Veranstaltungen gehören die internationalen Abende mit Musik, Kultur und kulinarischen Spezialitäten der jeweiligen Länder. Aber auch die Veranstaltungsreihe "Zu Gast bei Tatjana Meissner" ist bei den Besuchern sehr beliebt. Als nächster Gast kommt am 6. September um 19 Uhr die Schauspielerin und Kabarettistin Franziska Troegner in die Kiezspinne.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 22 Uhr, Sonnabend von 14 bis 20 Uhr, weitere Informationen unter www.kiezspinne.de.

Klaus Tessmann / KT
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