Jobcenter Lichtenberg und Krankenkassen kooperieren

Das Jobcenter Lichtenberg hat sich mit den Krankenkassen zusammengetan, eine Kooperation vereinbart und schriftlich fixiert. Ziel ist es, arbeitslose Menschen zu unterstützen – vor allem, wenn es um ihre Gesundheit geht.



Gemeinsam mit freien Trägern aus der Region wollen die Kooperationspartner im Bezirk Lichtenberg ein Netzwerk zur Gesundheitsförderung für erwerbslose Menschen aufbauen. Der Bereich Gesundheit im Bezirksamt – die Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination des öffentlichen Gesundheitsdienstes – begleitet den Prozess. Im Fokus hat er vor allem erwerbslose Migranten und Alleinerziehende.

Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, arbeitslose Menschen in ihrer Gesundheit zu stärken, nicht zuletzt, um ihre Chancen auf einen neuen Job zu erhöhen. Denn anhaltende Arbeitslosigkeit birgt gesundheitliche Risiken. Tagesstrukturen und soziale Kontakte fallen oft weg, das Selbstwertgefühl leidet. Körperliche Folgen der psychischen und seelischen Belastung sind vorprogrammiert. Nach einem ersten gemeinsamen Treffen im September verständigten sich die Partner nun darauf, in Lichtenberg bedarfsgerechte Gesundheitsangebote für Erwerbslose auszubauen und dafür kommunale und regionale Träger ins Boot zu holen.
Außerdem wollen sie den Zugang zu bestehenden Kursen, Beratungen, Service- und Info-Veranstaltungen, speziell der Krankenkassen, erleichtern. Das Jobcenter will im Rahmen seines Vermittlungsdienstes Arbeitssuchende für die Angebote in ihrem Umfeld sensibilisieren und zur freiwilligen Teilnahme motivieren. „Unsere Kooperationsvereinbarung ist ein weiterer Baustein in einer aktiven, erfolgreichen Netzwerkarbeit in Lichtenberg“, sagt Lutz Neumann, Geschäftsführer des Jobcenters Lichtenberg. „Gerade von Arbeitslosigkeit betroffene Menschen profitieren von Angeboten der Gesundheitsförderung.“ Dirk Leicher vom Fachzentrum Versicherung und Beitrag ergänzt: „Den Krankenkassen ist es wichtig, dass das Geld der Versicherten auch vor Ort ankommt. Deshalb unterstützen wir den Lebensweltansatz des Lichtenberger Präventionsprojekts ausdrücklich.“
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