Notunterkunft schließt: Bürogebäude in der Ruschestraße komplett freigezogen

Lichtenberg. Zuletzt lebten noch rund 400 Männer, Frauen und Kinder in der Notunterkunft Ruschestraße, zwischenzeitlich waren es über 1000. In diesen Tagen will das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) die Einrichtung schließen.

Ob Neubau nach dem schnellen, modularen Prinzip oder Sanierung von leer stehenden Gebäuden, die sich fürs Gemeinschaftswohnen eignen: Um von den Turnhallen und anderen prekären Unterbringungsmöglichkeiten wegzukommen, hat der Senat in den vergangenen Monaten einiges unternommen. Infolge konnte das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten vor wenigen Tagen beginnen, eine der größten Behelfsbleiben der Hauptstadt freizuziehen – die Notunterkunft in der Ruschestraße.

Kinder können weiter in ihre Kitas und Schulen gehen

„Das Land Berlin hat qualitativ bessere Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen und zur Verfügung gestellt“, sagt der Sprecher des LAF, Sascha Langenbach. „So wird sich die Wohnsituation für alle Geflüchteten verbessern.“ Nach Angaben der Behörde finden die meisten Bewohner, vor allem Familien mit Kindern, in der frisch sanierten Gemeinschaftsunterkunft an der Bornitzstraße ein neues Zuhause. Die Einrichtung wird von der Volkssolidarität betrieben. Weil das neue Wohnheim nicht weit von der Ruschestraße entfernt liegt, können die Kinder auch nach den Ferien ihre vertrauten Schulen oder Kitas besuchen. Ein Teil der Bewohner der Notunterkunft zieht in eine Erstaufnahmeeinrichtung, die sich nach Angaben des LAF ebenfalls in Lichtenberg befindet.

Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten hat die Umzüge in mehreren Etappen organisiert. Sozialarbeiter des LAF und Sprachmittler haben die Menschen dabei begleitet. Die letzten Bewohnerinnen und Bewohner sollen in diesen Tagen ausgezogen sein.

Die Unterkunft in der Ruschestraße war in der Hochphase des Flüchtlingszustroms in Berlin im November 2015 eröffnet worden. In den ehemaligen Büroräumen, in denen bis 1989 die Mitarbeiter der DDR-Auslandsspionage saßen, konnten bis zu 1300 Geflüchtete untergebracht werden. Betreiber war die DRK Müggelspree Nothilfe gGmbH. bm
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