Trompete, Tierpark, Theater: Lions Club spendet 5000 Euro für Kinder

5000 Euro spendete der Lichtenberger Lions Club jetzt für Kinder und Jugendliche aus dem Bezirk. (Foto: Berit Müller)
 
Stephan Rößler mit Michael Grunst, André Graff und zwei Spendenschecks für Lichtenberger Projekte (Foto: Berit Müller)

Lichtenberg. Gutes tun und drüber schweigen? Warum eigentlich? Der Lichtenberger Ableger des weltweit agierenden Lions Club möchte bekannter werden – und nutzte einen Pressetermin bei Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke), um sich vorzustellen.

Er nennt sich zwar Lions Club Berlin-Hohenschönhausen, Clubmaster André Graff und Präsident Stephan Rößler versicherten aber, dass sie Projekte und Initiativen aus dem ganzen Bezirk Lichtenberg unterstützen. Denn darum geht’s dem Zusammenschluss: um lokales Engagement, vor allem zugunsten von Kindern und Jugendlichen. 23 Mitglieder hat der Lichtenberger Club aktuell, weitere sind gern gesehen. Wichtige Voraussetzung: „Wer sich im Lions Club engagiert, muss frei über seine Zeit verfügen können“, sagt André Graff. Und möglichst sollten Interessenten auch recht viel Zeit spenden können. Denn der Lions Club hat eine Menge vor.

Politiker wissen, wo das Geld gebraucht wird

15.000 Euro umfasse jährlich das Spendenvolumen, berichtete Stephan Rößler, der seine Präsidentschaft 2018 wieder abgeben muss. Denn der Vorsitz wechselt jährlich, so sehen es die Statuten vor. Ebenfalls feste Tradition ist, dass sich die Lions mit lokalen Vertretern aus Politik und Kultur darüber austauschen, welche Projekte sie fördern sollten. So haben sich auch die Lichtenberger erst kürzlich mit Michael Grunst verständigt und im Anschluss beschlossen, wofür sie aktuell 5000 Euro spenden. Auf Vorschlag des Bürgermeisters bekommt einen Teil davon die Schostakowitsch Musikschule – für die frühkindliche musische Erziehung in Lichtenberger Kindertagesstätten. Die 2000-Euro-Spende des Lions Clubs kann die Musikschule nun in neue, dringend benötigte Instrumente stecken: eine Taschentrompete, ein Kinderfagott und ein Klangkarussell.

Ebenfalls auf Empfehlung von Michael Grunst unterstützt der Club ein Projekt des Vereins „Berliner Familienfreunde“. Geplant ist dort ein Familienkurs in der Schmetterlingsgrundschule mit dem Ziel, Flüchtlingsfamilien mit Eltern und Kindern aus den Stadtteilen zusammenzubringen. Spiele, Elternrunden und ein Tierparkausflug stehen auf dem Programm. Der Lions Club spendiert 1000 Euro für den Besuch bei Elefant, Tiger und Co. Nicht zuletzt erhält auch der Verein ACT eine Finanzspritze – der freie Träger der Jugendhilfe entwickelt mit Mädchen und Jungen unterschiedlicher Nationalitäten ein Theaterstück, das zu verschiedenen Anlässen aufgeführt wird. Der Club hat 2000 Euro zugesagt.

Der Service-Club feiert in diesem Jahr übrigens ein rundes Jubiläum: Der erste wurde 1917 in den USA gegründet. Ziele damals waren – und sind es noch heute – Entwicklungshilfe, Förderung von Kindern und Jugendlichen, Katastrophenhilfe. Heute ist der Lions Club International mit über 1,4 Millionen Mitgliedern in 208 Ländern eine der größten Nichtregierungsorganisationen. 1951 entstand der erste Zusammenschluss in Deutschland. Unter dem Motto „We serve – wir dienen“ kümmern sich heute bundesweit rund 52 000 Lions in mehr als 1500 Clubs um Menschen, die Hilfe benötigen. Der Lions Club Berlin-Hohenschönhausen wurde am 20. April 1999 gegründet.bm

Kontakt gibt es über die Gesundheitspflege Helle-Mitte GmbH unter www.pflege-hellemitte.de.
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