Benjamin Plötz möchte den Erfolg von Lichtenberg 47 festigen

Vom Spieler zum Sportlichen Leiter: Benjamin Plötz, SV Lichtenberg 47. (Foto: Plötz)

Lichtenberg. Benjamin Plötz ist gerade einmal 26 Jahre alt. Vor drei Jahren spielte das Knie nicht mehr mit. Er musste die Töppen an den Nagel hängen und wechselte in die sportliche Leitung des SV Lichtenberg 47. Im Berliner-Woche-Interview stellt er seine Ideen vor.

Herr Plötz, mit 23 Jahren war es mit dem aktiven Fußball vorbei. Gab es eine Zeit, in der Sie von Fußball nichts mehr wissen wollten?Benjamin Plötz: Nein. Seit ich laufen kann, ist Fußball ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens. Nach meinem Rückzug aus dem Aktivendasein gab mir der Club die Möglichkeit, hinter den Kulissen zu arbeiten. Erst als Teammanager, inzwischen als Sportlicher Leiter der 1. Herren.

Clubs funktionieren nach gewissen Modi. Für einen Neuen, der was bewegen will, ist das nicht unbedingt leicht. Wie schwer war es, eingefahren Wege zu verlassen?

Benjamin Plötz: Man muss mit der Zeit gehen. Der Fußball bleibt nicht stehen. Er hat in den letzten Jahren an Modernität und Geschwindigkeit zugelegt. Veränderung ist aber nicht nur ein Gedanke, sondern hat viel mit Handeln zu tun: Anpacken, umsetzen, die Leute mitnehmen und sie für die Sache begeistern.

Wie sieht Ihre kurzfristige Planung aus?

Benjamin Plötz: Lichtenberg 47 hat zwei sehr erfolgreiche Jahre hinter sich: Oberliga-Aufstieg, Hallen-Titel und das Erreichen des Berliner Pokalfinales. Jetzt geht es darum, diese Entwicklung zu festigen und sich in der Oberliga zu etablieren.

Im Bewusstsein der Berliner gibt es zwei Clubs: Hertha BSC und den 1. FC Union. Wozu also der Aufwand?

Benjamin Plötz: Clubs wie der Berliner AK 07 oder Viktoria 89 haben gezeigt, wie es gehen kann. Sie haben sich solide und langsam entwickelt. Heute spielen beide in der viertklassigen Regionalliga. Ein ähnlicher Werdegang wäre mittelfristig auch für Lichtenberg 47 wünschenswert, ist jedoch an viele Faktoren gekoppelt.

Wie sieht Ihre weitergehende Planung aus? Wird es Kooperationen eventuell mit Profi-Clubs geben?

Benjamin Plötz: Mittelfristig ist der Blick vor allem auf die gesamte Fußballabteilung gerichtet. Lichtenberg 47 soll sich in allen Bereichen konstant entwickeln. Wir wollen ein Verein zum Anfassen sein, der für den Bezirk ein Aushängeschild ist, sowohl sportlich, als auch sozial. Wir haben guten Kontakt zu Union. Die Jugendspieler, die nicht gleich den Sprung in die U 23 des 1. FCU schaffen, sehen bei uns die Möglichkeit, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Ansonsten gilt: Gute Jugendarbeit ist der Schlüssel für die langfristige und erfolgreiche Entwicklung des SV Lichtenberg 47. Über Zeitrahmen zu diskutieren, erscheint nicht sinnvoll. Fokusthema ist, Jahr für Jahr Talente an unsere 1. Herren heranzuführen.


Fußball-Woche / ww
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