Berlin und seine Legionellen

Die Berliner Bäder Betriebe, wer kennt sie nicht?

Für jeden ambitionierten Schwimmer sind sie stets ein Quell der Freude.

Besonders im Sommer. Stichwort: Schließzeiten.

Der neueste Trick: Legionellen. Zitat: „Wegen Legionellenbefall in der Dusche haben wir uns entschlossen, bis zum (Datum bitte einsetzen) zu schließen.“

Gut, sagt sich der Kunde, gefährliche Sache, kann man nachvollziehen, dass die Schwimmhalle geschlossen wird.

Komisch ist nur, dass die anfangs vierzehntägige Schließzeit auf 4 Wochen erweitert wird.

Dem medizinischen Laien beginnt es zu dämmern: Legionellen sind eine unberechenbare Art.

Tückisch, die Biester. Sie wandern, von der Dusche in die Umkleide, schließlich ins Schwimmbecken. Dort angekommen, sind sie kaum noch aufzuhalten.

Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, wenn die Schließzeit verlängert wird.

Andere Stimmen sagen, dass die Personaldecke so eng ist, dass die Mitarbeiter in die Freibäder abgestellt werden.

Und am Ende des Jahres wird über das Defizit der Berliner Bäder Betriebe gejammert. Den Betrag versenkt der BER in einem Monat.
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Sandra Jörn aus Alt-Hohenschönhausen | 19.08.2016 | 10:30  
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