Es gab nie ein öffentliches WC

Lichtenrade. Im Zuge der Sanierungen in der John-Locke-Siedlung ist vor einiger Zeit die öffentlich zugängliche Toilettenanlage verschwunden. Das wollten Anwohner und die Bezirksverordneten nicht hinnehmen.

Deshalb hatte die BVV im März beschlossen, dass sich das Bezirksamt bei der Wohnungsbaugesellschaft "Stadt und Land" für entsprechenden WC-Ersatz einsetzen solle. Dabei haben die betroffenen Beschwerdeführer vor Ort und die Bezirkspolitiker im Rathaus Schöneberg aber offenbar übersehen, dass es dort gar keine öffentliche Toilette gab.

"Innerhalb der John-Locke-Siedlung existierte zu keiner Zeit eine öffentliche WC-Anlage", hat "Stadt und Land" dem Bezirksamt mitgeteilt und die Vermutung geäußert, dass wohl das WC im ehemaligen Waschhaus gemeint sei. Dort gab es tatsächlich eine Toilette, die aber eigentlich nur für die auf ihre Wäsche wartenden Nutzer des Waschhauses gedacht war. Im Rahmen der Sanierung wurden nun sämtliche Wohnungen mit Waschmaschinenanschlüssen ausgestattet. Daraufhin wurde das deshalb überflüssige Waschhaus geschlossen und soll künftig anders genutzt werden.

Aktuell werde die "Implementierung eines Nachbarschaftszentrums" geprüft, das im Fall der Realisierung natürlich auch Toiletten haben wird, erklärt "Stadt und Land" und fügt gleich noch hinzu, dass es sich dabei aber auch nicht um eine öffentliche und jederzeit zugängliche Toilette handeln werde.


Horst-Dieter Keitel / HDK
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