Ehemaliger Kriminalpolizist auf dem Literaturtrip

Ex-Kommissar Bernd Udo Schwenzfeier ist auch als Rentner, wenn auch nur noch literarisch-fiktiv, dem Verbrechern auf der Spur. (Foto: HDK)

Lichtenrade. Innerhalb von rund zehn Jahren hat der Ex-Polizist Bernd Udo Schwenzfeier jetzt seinen dritten Roman und insgesamt siebtes Buch veröffentlicht. Und auch das achte Werk ist schon in Arbeit.

"Schreiben ist eine Art Sucht für mich geworden und wenn ich mal einen Tag nichts zustande gebracht habe, plagt mich schon das schlechte Gewissen", gesteht der Erste Kriminalhauptkommissar im (Un-)Ruhestand aus Lichtenrade. Schwenzfeier (Jahrgang 1941) war schon als Berliner "Bulle" ziemlich bekannt beziehungsweise in gewissen einschlägigen Kreisen gefürchtet. Nun konnte er sich nach seiner Pensionierung auch noch einen Namen als Autor von Kriminalliteratur machen, indem er zunächst auf Grundlage authentischer Verbrechen einen spektakulären Fall nach dem anderen aufrollte und aufschrieb. Zwischenzeitlich ist er - zwar auch nicht unbedingt weniger blutrünstig - auf fiktives Romanschreiben umgestiegen. Der Mann kann wohl nicht anders, schließlich hatte er auch im wirklichen Leben über Jahrzehnte alltäglich mit Mord, Raub, Totschlag und Terroranschlägen zu tun.

Bis zu seiner Pensionierung 2001 war er mit "Leib und Seele" als Erster Kriminalhauptkommissar in unterschiedlichen Dienststellen der Berliner Polizei und dem Landeskriminalamt (LKA) sowie beim polizeilichen Staatsschutz im Einsatz. In seiner besten Zeit war Schwenzfeier an der Lösung schwieriger Kriminalfälle beteiligt und brachte unter anderem Terroristen von der "Bewegung 2. Juni" zur Strecke. Und als Dozent an der Polizeischule gab er seine Erfahrungen und sein Wissen in Kriminologie, Kriminalistik und Kriminaltechnik schließlich an den Nachwuchs weiter.

Sein aktueller, Anfang April erschienener Kriminalroman trägt den Titel "Die Totengräber" und spielt im Medien- und Reportermilieu. Einem Boulevard-Journalisten ist aufgefallen, dass mehrere aus Beweismangel freigesprochene Mörder und Kinderschänder kurz darauf unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen sind.

"Was zunächst wie eine Reihe von Zufällen erscheint, entpuppt sich als eine lebensgefährliche Entdeckung für den Reporter und als gesellschaftliche Katastrophe allgemein", verrät der Autor der Berliner Woche.

"Die Totengräber" , 379 Seiten, ISBN: 978-3-85485-317-6, ist im Molden Verlag erschienen und für 19,99 Euro im Buchhandel erhältlich.

Horst-Dieter Keitel / hdk
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