Lichtenrader Firma erhielt Umweltpreis des Bezirks

Lichtenrade. Stolz präsentieren Hendrik Senkel und seine Mitarbeiterinnen Manuela Nitz und Alexa Danelski den Green Buddy Award, den Umweltpreis des Bezirks Tempelhof-Schöneberg.

"Wir haben uns sehr über diesen Preis gefreut", bekennt Senkel, vor allem, weil damit auch die Arbeit eines kleineren Unternehmens gewürdigt und anerkannt wird. "Unsere copyeasy GmbH & Co. KG wurde unter allen Bewerbern von einer Jury mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Umweltschutz für den Bereich Produktion/produktionsnahe Dienstleistungen ausgezeichnet."1990 wurde das Unternehmen gegründet, seit fast 20 Jahren hat copyeasy seinen Sitz am Lichtenrader Damm 101. Aber es ist mehr als nur ein Copy-Shop. Zu Hendrik Senkel und seinen fünf Mitarbeitern kommen viele Menschen aus der Umgebung und so ist das Geschäft schon zu einem kleinen Treffpunkt für Vereine, Initiativen und Unternehmer aus Lichtenrade geworden. Hier treffen sich auch Prominente - vom Schriftsteller bis zum Schlagerstar.

Senkel ist nicht nur diplomierter Kaufmann, er hat auch Nachhaltigkeitsmanagement studiert. "Dieses Studium umfasst die Bereiche Ökologie, Wirtschaft und Soziales", erklärt er. Und so hat er die Philosophie des Unternehmens begründet, "wenn es uns Mitarbeitern gut geht, dann geht es unseren Kunden gut und damit auch der Firma." Die Mitarbeiter erhalten zum Beispiel eine Umweltkarte von der Firma, "damit sie umweltfreundlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen können", so Senkel.

Er legt großen Wert darauf, dass im Copy-Shop mit den modernsten Geräten gearbeitet wird. Die Kopierer, Drucker und Computer verursachen sehr wenig Staubemission. Zusätzlich wurden noch Filter eingebaut, die aber auch nach mehreren Monaten immer noch weiß sind, also kaum Partikel aufweisen. "Schadstoffe sind im Geschäft nicht mehr messbar. Das ist wichtig für die Gesundheit der Mitarbeiter und unserer Kunden", sagt Hendrik Senkel. Der Stromverbrauch wurde erheblich gesenkt. Wenn die Geräte gerade nicht benötigt werden, gehen sie in den Standby-Betrieb, das bedeutet aber auch, dass die Kunden einen Augenblick warten müssen, bis ihre Aufträge ausgeführt werden können.

Eine Umweltzeitung für eine Bürgerinitiative einer der ersten Aufträge nach der Firmengründung. Dem Motto dieser Zeitung "Rettet die Marienfelder Feldmark" ist copyeasy bis heute treu geblieben. "Der Umweltgedanke ist eine der Leitlinien geworden", erläutert Hendrik Senkel. So hat die Firma ein Stück Wald in Brandenburg gekauft, das naturbelassen bleiben soll.

Außerdem wurde eine eigene Photovoltaikanlage entworfen und installiert, sodass ein großer Teil der benötigten Energie nun selbst produziert wird. Copyeasy engagiert sich auch in der Gesellschaft. So unterstützt die Firma bereits seit sechs Jahren die Weihnachtsaktion von Frank Zander, ist in einem Unternehmensnetzwerk aktiv und versucht, auch andere Geschäftsleute davon zu überzeugen, etwas für die Umwelt zu tun.


Klaus Tessmann / KT
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