Peter Glaser zeigt Auswahl seiner Bilder

Peter Glasers technisch brillant gemalte Bilder entstehen in seinem wohlsortierten Kelleratelier im Lichtenrader Eigenheim. (Foto: HDK)

Lichtenrade. Auf der einen Seite eine kernige und durchaus als nicht unbedingt zimperlicher Polizist vorstellbare Figur, auf der anderen Seite ein ausgesprochen sensibler Maler und Dichter, der sein Metier aus dem Effeff beherrscht. So einer ist Peter Glaser, Jahrgang 1949, aus Lichtenrade.

In Britz aufgewachsen und schon als Kind ein begeisterter Zeichner, übten natürlich auch Pinsel und Farbtöpfe eine magische Anziehungskraft auf den Jungen aus. Bei diesem Talent bot sich eine Lehre als Schilder- und Schriftenmaler an. Und das damals Gelernte sieht man noch heute am Aufbau seiner Bildmotive, aber vor allem an der technisch-handwerklichen Perfektion seiner Gemälde. Beim "Goldenen Schnitt" (Aufteilung des Bildes) etwa, sowie den richtigen Perspektiven und gekonnt gesetzten Blickfängen macht dem Fachmann keiner was vor. Auch kennt er die unterschiedlichen Eigenschaften und Wirkungen von Farbe und weiß virtuos damit umzugehen. Einer seiner damaligen Schildermaler-Kollegen war übrigens ein gewisser Arno Funke, später als Kaufhauserpresser "Dagobert" zu zweifelhafem Ruhm gelangt. Peter Glaser hatte irgendwann keine Lust mehr aufs Schildermalen. "Nach zehn Jahren sah ich in dem Beruf keine allzu spannende Perspektive mehr und bin zur Polizei gegangen, habe mein Abitur nachgeholt und an der Polizeiakademie in Münster und Berlin studiert", gesteht der Künstler beim Verhör durch die Berliner Woche.

Mit überdurchschnittlichem Erfolg, darf man wohl ohne Übertreibung sagen. Immerhin schaffte Peter Glaser scheinbar mühelos den Sprung in den Höheren Polizeidienst und gehörte am Ende seiner Laufbahn zum überschaubaren Kreis der Berliner Polizeiführung. Zuletzt, bis zu seiner Pensionierung 2012, war er als Chef der Polizeidirektion 4 im Dienst und für die Sicherheit der Bevölkerung im Süden der Stadt verantwortlich.

Gemalt - mal mehr, mal weniger - hat er trotzdem weiter und zwischenzeitlich begann er auch noch mit dem Dichten. "Nachdem ich Sachen von Erich Fried gelesen hatte, war mein Interesse geweckt und seit etwa fünf bis zehn Jahren male ich nun vorwiegend Bilder, die in Beziehung zu meinen Gedichten stehen", erklärt Glaser seine Kunst auf zwei Ebenen. Es gibt inzwischen sogar einen eigenen, natürlich bebilderten Gedichtband. Außerdem glänzt der Opa zweier Enkeltöchter, neuerdings auch als Schauspieler. Wie kürzlich berichtet, spielt der Ex-Polizist im mit einem Ex-Häftling gemeinsam gedrehten Spielfilm "70 Grad" einen Gangsterboss.

Interessierte haben vom 21. Juni bis 21. August Gelegenheit, eine Auswahl von Peter Glasers Bildern im Restaurant "Richards in Tempelhof, Bayernring 29b, selbst in Augenschein zu nehmen und auch zu kaufen. Geöffnet ist täglich von 9 bis 23 Uhr. Die Vernissage unter dem Titel "Schau mal rein" wird am 21. Juni ab 18 Uhr gefeiert. Eintritt frei. Weitere Informationen, Bilder und Gedichte: www.pegla-malerei-gedichte.de

Horst-Dieter Keitel / hdk
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