Gericht sorgt in Lichtenrade für Ruhe

Lichtenrade. Mit Erleichterung ist am südlichen Standrand das endgültige Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu den Abflugrouten am zukünftigen Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) zur Kenntnis genommen und begrüßt worden.

Das Gericht hat vergangene Woche die geraden Abflugrouten von der Nordbahn Richtung Westen (25R) bestätigt. Das heißt für den Großraum Lichtenrade: "Mehrere 10 000 Neubetroffene ohne Lärmschutz bleiben dadurch verschont, darunter rund 4500 Neubetroffene in Mahlow-Nord", freut sich Bernd Röstel, Sprecher der Bürgerinitiative Lichtenrade/Mahlow Nord.

Auch Kinder profitieren von dem Urteil. 8500 Kinder in Kitas und Schulen in Lichtenrade, Mahlow-Nord und Großbeeren bleiben tagsüber von Fluglärm über 45db verschont. Bleibt Blankenfelde-Mahlow übrig. Dort ist nun von 6 bis 22 Uhr der Überflug des Ortskerns bei An- und Abflügen zulässig. Nur während der Nachtstunden, von 22 bis 6 Uhr, darf der Ortskern nicht überflogen werden. Dies entspricht - zumindest in Teilen - der Festlegung durch den Planfeststellungsbeschluss von 2004 für den Flughafen Schönefeld. "Bei aller Erleichterung übersehen wir nicht die Schwerstbelastung der Bewohner im Kerngebiet von Blankenfelde-Mahlow", sagt Röstel und fügt hinzu, dass es nun darum gehen müsse, dass dort die Belastung der Anwohner "so gering wie möglich ausfällt".


Horst-Dieter Keitel / hdk
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