Gleisbauarbeiten in Lichtenrade lassen die Tunnellösung alternativlos erscheinen

Berlin: S-Bahnhof Lichtenrade |

Lichtenrade. Eine Baustelle macht es möglich: Bis Ende August können die Lichtenrader unter fast realen Verkehrsbedingungen (noch sind ja Ferien) erleben, was es für den Ortsteil, insbesondere für die Bahnhofstraße bedeuten würde, sollte der Tunnel für die Dresdner Bahn nicht gebaut werden.

Wegen Gleisbauarbeiten in Richtung Blankenfelde endet die S-Bahn der Linie S2 zurzeit in Lichtenrade und der dazwischen liegende Bahnübergang Wolziger Zeile ist vorübergehend gesperrt. Die Folge: Der Verkehr wird über Hilbert- und Briesingstraße in die Bahnhofstraße umgeleitet. Und im Falle der wie von der Bahn geplanten und nach wie vor favorisierten ebenerdigen Verlegung der Dresdner Bahn-Gleise würde das sozusagen zum Normalzustand.

Mehr noch: „Bei ebenerdiger Trassenführung der Bahn wird die Belastung durch einen Straßentunnel zwischen der Kreuzung Hilbert-/Wünsdorfer Straße und der Kreuzung Stein- und Briesingstraße noch gesteigert“, erklärt Rainer Welz vom seit nunmehr rund 18 Jahren für die Tunnellösung kämpfenden Verein „Bürgerinitiative Dresdner Bahn“. „Nach Ferienende erfolgt sicher eine weitere Zunahme im Straßenverkehr. Planungen des Bezirksamts, die Bahnhofstraße mit jeweils einer Fahrspur pro Richtung umzubauen und einen Bummelboulevard zu entwickeln, werden sicherlich die Aufenthaltsqualität nicht fördern“, so die Bürgerinititative in einer aktuellen Erklärung.

Die Einwohner des Ortsteils am südlichen Stadtrand sollen zwar nachhaltig vor Lärm und Erschütterung geschützt werden, aber ob meterhohe, gleichsam den Ortsteil teilende Lärmschutzwände die Lösung sind, wird hier stark bezweifelt beziehungsweise strikt abgelehnt. „Über 600 Zugbewegungen in 24 Stunden gehören in einen Tunnel. Leider konnten sich Entscheidungsträger bei Bund, Land und Bahn bis heute zu keiner Lösung verständigen. Anfang des Jahres 2015 schien eine Lösung greifbar und zaghaft wurde ein Termin für Ende April genannt. Nun sind schon wieder sieben Monate in diesem Jahr vergangen und diverse Nachfragen blieben bis jetzt ohne Erfolg“, sagt dazu Rainer Welz von der Bürgerinitiative Dresdner Bahn. HDK
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