Neue Hoffnung für die alte Mälzerei: BVV formuliert Eckpunkte zur Entwicklung

Im Bereich der alten Mälzerei könnte sich bald etwas tun. Vorausgesetzt, der Investor akzeptiert die von der Bezirkspolitik vorgegebenen Eckpunkte. (Foto: HDK)
Berlin: Alte Mälzerei Lichtenrade |

Lichtenrade. Zahlreiche Planungsabsichten auf dem Areal rund um die Alte Mälzerei neben dem S-Bahnhof Lichtenrade konnten in der Vergangenheit aus verschiedensten Gründen nicht umgesetzt werden. Nun hat sich durch einen namhaften Einzelhändler eine neue Perspektive aufgetan.

„Das Engagement der bereits ortsansässigen Einzelhandelskette zur Neuordnung des Grundstücks Bahnhofstraße 30-32/Steinstraße 42-44 soll für die Entwicklung des Standorts genutzt werden“, heißt es in einem gemeinsam von der SPD und Grünen in die BVV eingebrachten Antrag, der mit einigen Änderungen auch von der CDU-Fraktion unterstützt wird. Er wurde zunächst zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Stadtentwicklung überwiesen. Anschließend wird das Bezirksamt voraussichtlich beauftragt, das Nutzungs- und Gestaltungskonzept abzufragen und gleichzeitig auf einige von den Bezirkspolitikern formulierte „Eckpunkte“ hinzuweisen, „die auch bei der Aufstellung und weiteren Verfolgung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans zu beachten sind“.

Zu diesen Eckpunkten gehören unter anderem der Neubau eines qualitätsvollen Lebensmitteleinzelhandels südlich der Mälzerei längs der Bahntrasse inklusive entsprechender Stellplätze sowie die Ausweisung von Wohnbauflächen im östlichen Teil des Areals entlang der Steinstraße. Dazu kommen weiterhin die Neuanlage eines Stadtplatzes gegenüber vom Pfarrer-Lütkehaus-Platz sowie der Erhalt und die gastronomische Wiederbelebung des denkmalgeschützten früheren Ausflugslokals Haus Buhr (Landhaus Lichtenrade) entsprechend den Vorgaben der Denkmalpflege.

Gemeinsam teilen die Antragsteller der drei Fraktionen die Hoffnung, dass „dieses für Lichtenrade außerordentlich bedeutsame, identitätsstiftende Gebiet zeitnah aktiviert werden kann und somit zur Schaffung eines Stadtteilzentrums in Lichtenrade beitragen wird“. Die Alte Mälzerei steht leer und das Gelände ringsum liegt teilweise seit Jahrzehnten brach.

HDK
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