Helga und Detlef Bischoff zeigen ihren Traum vom Süden

Wann? 14.07.2016 10:00 Uhr bis 14.07.2016 20:00 Uhr

Wo? Evangelische Hochschule Berlin, Teltower Damm 118, 14167 Berlin DE
Helga und Detlef Bischoff teilen den Traum vom Süden. Er fotografiert Preußens Arkadien, sie reist häufig nach Italien (Foto rechts), wo sie Skizzen für ihre Bilder anfertigt. (Foto: Ulrike Martin)
Berlin: Evangelische Hochschule Berlin |

Zehlendorf. Zarte Aquarelle mit Motiven aus Sizilien und ausdrucksstarke Fotos von der Region rund um den Wannsee: In der Evangelischen Hochschule Berlin ist die Ausstellung „Der Traum vom Süden“ zu sehen.

Die Bilder und Aufnahmen stammen vom Ehepaar Helga und Detlef Bischoff. Sie hatte noch nie eine Kamera in der Hand, er keinen Pinsel. Aber den Traum vom Süden teilen sie: Helga reist gerne und oft nach Italien, um dort Skizzen für ihre Bilder zu zeichnen, Detlef fotografiert das „preußische Arkadien“ rund um den Wannsee.

„Mich faszinieren die verschachtelten Gebäude in Italien, die bunten Farben“, erzählt Helga Bischoff. „Darin zu wohnen ist sicherlich nicht so bequem, manchmal sogar gefährlich, wenn ich an offen liegende Stromleitungen denke. Aber ich spüre in mir immer eine Sehnsucht, wenn ich solche Gebäude sehe.“ Ihre Aquarelle mit Motiven aus Sizilien und dem Golf von Neapel setzen das Italien-Feeling in Szene: verwinkelte Häuschen, steile Treppen, rosa oder hellblaue Wände, Wäsche auf der Leine oder Fischerboote am Strand entführen in den Süden.

Detlef Bischoffs Fotos zeigen den Großen und den Kleinen Wannsee, die Pfaueninsel, Park und Schloss Glienicke. „Wasser, Wald und die Landschaftsprägung erinnern an oberitalienische Seenlandschaften, obwohl die Alpen im Hintergrund fehlen“, sagt er.

Die preußischen Herrscher hätten sich am Havelufer und speziell auf der Pfaueninsel Bauten und Gartenanlagen nach italienischem Vorbild geschaffen. „Diese Gegend wird oft als Preußens Arkadien bezeichnet, im Sinne einer traumhaften, südlich geprägten Sehnsuchtslandschaft.

Bischoffs Bilder bestätigen den Eindruck: etwa mit dem Foto von der Kirche am Stölpchensee, die an italienische Campanile, Glockentürme, erinnert. Auch die ehemalige Siemensvilla, in dem sich heute die Verwaltung des Immanuel-Krankenhauses befindet, zeigt mit roter Fassade und weißen Fenster- und Türeinfassungen südliches Flair.

„Das Thema Italien hat uns also beide beschäftigt, so kamen wir auf die Idee einer gemeinsamen Ausstellung“, sagt Bischoff. Die südlichen Anklänge auf seinen Fotos und die authentischen Bilder seiner Frau stellen einen gewollten Kontrast dar, der trotzdem einen Bogen schlägt.

Helga Bischoff, von Beruf ursprünglich Journalistin und später in einer Klinik tätig, absolvierte ein Fernstudium der Malerei an der Universität Zürich. In den vergangenen Jahren hatte sie eine Reihe von Einzelausstellungen, unter anderem in Berlin, Potsdam, Mittenwalde und Kärnten.

Detlef Bischoff hatte bereits als Schüler Einsätze als Pressefotograf, war Hochschullehrer für Politikwissenschaft und veröffentlichte in seinem Ruhestand mehrere Bildbände, zuletzt „Berlin-Wannsee“im Dezember 2015. uma

Die Ausstellung in der Evangelischen Hochschule Berlin, Teltower Damm 118-122, läuft bis Donnerstag, 14. Juli, montags bis sonnabends, 10 bis 20 Uhr.
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