Zeitzeugen erinnern an 70. Jahrestag des Kriegsendes

In Gedenken an die Gefangenen des KZ-Außenlagers Lichterfelde wurde diese Steinplatte an der Säule der Gefangenen eingelassen. (Foto: K. Menge)

Lichterfelde. 70 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges wird am Ort des ehemaligen KZ-Außenlagers von Sachsenhausen in Lichterfelde an der "Säule der Gefangenen" an die Befreiung vom Nationalsozialismus erinnert.

Am 8. Mai, 10.30 Uhr, treffen sich ehemalige Lagerinsassen, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene an der Gedenkstätte am Teltowkanal, Wismarer Straße 26, um an das Unrecht und die Schrecken der nationalsozialistischen Diktatur zu erinnern. Als Redner werden Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, ein Schüler der Louise-Schroeder-Schule erwartet. Darüber hinaus wird Zeitzeuge Rudolf Welskopf sprechen, dessen Vater in Lichterfelde inhaftiert war.

Außerdem werden Vertreter des politischen und gesellschaftlichen Lebens und der Botschaften der Opferländer erwartet. Das musikalische Programm bestreiten Schüler der Beethoven-Oberschule. Veranstalterin der Gedenkfeier ist die Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde e.V (IKZ).

Die Vereinsvorsitzende Annette Pohlke erklärt dazu: "Seit mehr als zehn Jahren führen wir diese Veranstaltung durch. Wir finden es wichtig, nicht zu vergessen, was damals dort geschehen ist, wo wir heute leben." Die Erinnerung soll weitergegeben werden. Dazu sind die Einwohner von Steglitz-Zehlendorf und alle Interessierten eingeladen, eine Stunde des Erinnerns am ehemaligen Ort des Schreckens zu verbringen.

"Es ist gut, dass dieses furchtbare Kapitel deutscher Geschichte vorbei ist, aber es darf nicht vergessen werden. Themen wie Zivilcourage und das Eintreten für Freiheit und Menschenrechte werden immer aktuell bleiben", betont Pohlke.


Karla Menge / KM
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