Autorin entdeckete das Mord-Motiv in der Berliner Woche

Beate Vera in ihrem Kiez. Hier ist auch ihr Krimi angesiedelt. (Foto: K. Menge)

Lichterfelde. In einer Vollmondnacht ereignet sich Unfassbares am Rande der beschaulichen Reihenhaussiedlung in Lichterfelde Süd. Eine Joggerin entdeckt zwei Tote: einen Nachbarn und eine Prostituierte. Beide wurden grausam ermordet. In ihrem ersten Krimi "Wo der Hund begraben liegt" lässt Autorin Beate Vera das Grauen in die Stadtrandidylle ziehen.

Das Eifelviertel, in dem die Protagonistin Lea Storm lebt, ist fiktiv. Doch Kennern von Lichterfelde Süd dürfte es bekannt vorkommen. Beate Vera ist in der kleinen Reihenhaussiedlung am Bahnhof Lichterfelde Süd, nahe Parks Range und Mauerweg aufgewachsen. Später verbrachte sie lange Jahre in London. Jetzt lebt sie mit Ehemann und Sohn wieder hier. Sie kennt die Gegend genau und hat ihre Krimi-Schauplätze mitunter detailgetreu beschrieben. Der Roman soll auch eine kleine Hommage an den Kiez sein. "Ich habe die Siedlung und die Straßen umbenannt und natürlich auch die Namen der handelnden Personen. Ich bin mir relativ sicher, dass sich keiner meiner Nachbarn wieder erkennt. Obwohl ich einige ihrer Schrullen und Eigenarten herausgepickt habe", sagt die 47-Jährige.

Einige der Orte und Personen sind aber auch benannt. So spielen die Kirschbaumallee eine Rolle, der Teltowkanal und einige Geschäfte und Restaurants in der Gegend. So kehrt ihre Protagonistin Lea oft und gern im Pub "Loch Ness" ein, um sich hier den einen oder anderen Malt-Whisky zu genehmigen. Eine große Rolle spielt der ehemalige Truppenübungsplatz Parks Range. Die Idee, hier einen Mord stattfinden zu lassen, kam ihr übrigens beim Lesen der Berliner Woche. "Mir fehlte noch das entscheidende Tätermotiv, als eines Tages in der Berliner Woche über die geplante Bebauung des Geländes las. Da kam mir die Idee, meinen Krimi im Immobiliengeschäft spielen zu lassen", erinnert sie sich.

Ihre beiden Hauptfiguren sind Lea Storm, die allein mit ihrem Schottischen Hirschhund in der Reihenhaussiedlung lebt und Kriminalhauptkommissar Martin Glander, der sich des Falles annimmt. "Es ist toll, eigene Charaktere zu schaffen und zu entwickeln", sagt sie und freut sich schon auf weitere Geschichten mit den Beiden. Sie komme n sich während des ersten Falles nicht nur beruflich näher. "Die Geschichte schreit geradezu nach einer Fortsetzung", findet Beate Vera.

Tatsächlich liegt das zweite Buch um Lea Storm und Martin Glander schon beim Jaron-Verlag. "Ich hoffe, dass auch diese Geschichte verlegt wird. Diesmal ist der Bäkepark der Schauplatz." Ob es zu einer Reihe von Berliner Provinzkrimis mit Lea Storm und Martin Glander kommen wird, entscheidet der Jaron-Verlag nach den Verkaufszahlen.
Das Buch ist seit dem 31. Januar im Handel erhältlich und auch über Amazon zu beziehen.

Lesungen der Autorin finden am 25. Februar um 19 Uhr im Pub "Loch Ness", Roonstraße 31a, (Anmeldung: 83 21 02 89) und am 11. März, 19 Uhr, im Restaurant Thai by Thai, Goerzallee 11, statt. Am 10. April liest sie um 19 Uhr in der Buchhandlung Thomas Gralla, Hindenburgdamm 42.

Beate Vera "Wo der Hund begraben liegt". Ein Provinzkrimi aus Berlin. 9,95 Euro, ISBN 978-3-89773-738-9

Karla Menge / KM
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