Lichterfelde Ost: Bahnhofshalle soll saniert werden

Fahrräder versperren den Durchgang. Oft werden die Zweiräder auch ordnungswidrig abgestellt. (Foto: K. Menge)

Lichterfelde. Der Bahnhof Lichterfelde Ost macht keinen einladenden Eindruck. Der Durchgang ist mit Fahrrädern zugestellt und seit Anfang des Jahres Putzteile von der Decke herabgestürzt sind, ist das Innere des Bahnhofs eine still liegende Baustelle.

"Der Tunnel ist voller Fahrräder, die zum Teil wild durcheinander geparkt werden. Dazwischen fahren Radfahrer, obwohl es ein Fahrverbot im Bahnhof gibt. Als Fußgänger ist man machtlos", schildert ein Anwohner die Situation. Die Passanten und Bahnkunden haben Probleme durch den Tunnel zu kommen. Dazu kommt, dass es am hinteren Eingang nur zwei schmale Schwingtüren gibt, die nicht fest gestellt werden können. Wer hier mit Kinderwagen, Rollator oder gar Rollstuhl unterwegs ist, habe so gut wie keine Chance, den Durchgang ungehindert und ohne Hilfe zu passieren. Ein weiterer Mangel, der die Nutzer ärgert ist, dass es kein weit sichtbares Hinweisschild zum Bahnhof gibt. Offenbar ist auch die Deutsche Bahn machtlos. "Das Abstellen von Fahrrädern außerhalb der gekennzeichneten Flächen und das Radfahren im Bahnhof ist gemäß Hausordnung nicht gestattet", teilt ein DB-Sprecher mit. Mitarbeiter des Bahnhofsmanagements und der DB-Sicherheit würden im Rahmen von Bahnhofsbegehungen auf Verstöße hinweisen. Falsch abgestellte Fahrräder könnten nicht ohne weiteres entfernt werden, wenn sie nicht gerade Flucht- und Rettungswege versperrten. Nicht ordnungsgemäß abgestellte Räder versieht die Deutsche Bahn mit einer Banderole und der Aufforderung, das Rad innerhalb von zwei Wochen zu entfernen. Derzeit würden aber Gespräche mit dem Senat geführt, wie das Fahrradparken an Bahnhöfen verbessert werden kann, so der Sprecher.

Die Bauarbeiten an der Decke sollen voraussichtlich in 2014 weitergeführt werden, heißt es bei der Bahn. Weil das Bahnhofsgebäude unter Denkmalschutz steht, muss die Sanierungsmaßnahme mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden. Zuvor war eine Untersuchung durch einen Gutachter notwendig, erklärt die Bahn die Verzögerung der Bauarbeiten. Im Rahmen der Baumaßnahmen zur Decke sollen auch die Türen und deren Funktionstüchtigkeit geprüft und bei Bedarf überarbeitet werden.

Was das fehlende Hinweisschild betrifft, will sich die zuständige DB Station&Service mit dem Bezirk in Verbindung setzen. Denn für das Anbringen von Hinweisschildern auf kommunalem Gebiet ist eine Abstimmung zwischen Bahn und Gemeinde erforderlich, so der Bahn-Sprecher.


Karla Menge / KM
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