Rattenplage am Bahnhof Lichterfelde Ost

Lichterfelde. Im Umfeld des Bahnhofs Lichterfelde Ost sind verstärkt Ratten gesehen worden. Sogar bis in die Eingangshalle des Einkaufszentrums LIO sind sie vorgedrungen.

Schon im Oktober wurde dem Gesundheitsamt Steglitz-Zehlendorf gemeldet, dass Ratten vom Gelände des Bahnhofs Lichterfelde Ost bis in die Eingangshalle des Einkaufscenters gelangen. Anwohner und Kunden sprechen bereits von einer Rattenplage.

Für Anwohner Manfred Röwer ist die Ursache klar: Die Tiere sind nach dem radikalen Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern an den Bahndämmen durch die Bahn AG angelockt worden (wir berichteten).

Nach der Abholzaktion sei verstärkt Müll auf dem abgeholzten Streifen entsorgt worden, sagt Röwer über seine Beobachtungen. Die Bahn AG hält dagegen, dass Müll und Ratten schon immer da waren. Sie seien durch die Rückschnittmaßnahme erst zum Vorschein gekommen, erklärt Gisbert Gahler, vom DB-Regionalbüro Kommunikation Berlin.

Auch das Gesundheitsamt hält nicht den radikalen Rückschnitt für den Auslöser des Rattenbefalls. Die Ursache sei eine ganz andere. "Das Parkhaus des Einkaufscenters wird regelmäßig von wohnungslosen Menschen aufgesucht, die dort Lebensmittelreste und Abfälle liegen lassen. Dieses begünstigt einen Rattenbefall und erschwert die Bekämpfungsmaßnahmen zusätzlich", erläutert Silvia Schmidt.

Darüber hinaus berichtet eine Ladenbesitzerin, dass die Tiere immer mal wieder von einer uneinsichtigen Bürgerin gefüttert werden. Das würde die Bekämpfungsmaßnahme zusätzlich erschweren, denn die Plage in den Griff zu bekommen, sei bei einem so weitläufigen Gebiet wie rund um den Bahnhof Lichterfelde Ost ohnehin schwierig.

Bei einer Besichtigung des Hauses LIO durch das Gesundheitsamt sind sowohl Rattenschlupflöcher als auch Rattenlaufwege festgestellt worden. Die Centerleitung habe die Rattenbekämpfung eingeleitet und das Gesundheitsamt beauftragte eine Firma, die Ratten im öffentlichen Straßenland zu bekämpfen. Auch die Deutsche Bahn wurde über die Plage informiert. Silvia Schmidt: "Der Konzern hat ebenfalls Maßnahmen auf dem Bahngelände eingeleitet."


Karla Menge / KM
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