TuS Lichterfelde stellt immer wieder Nationalspieler

Pause nach der ersten Runde. Foto: K. Menge

Lichterfelde. Hartes Training, Disziplin, Ehrgeiz sind nötig, um im Sport groß raus zu kommen. Das wissen auch die Basketball-Mädchen des TuS Lichterfelde. Das Team der unter 17-Jährigen ist derzeit auf Erfolgskurs und will den Meistertitel.

Die Mannschaft wurde im vergangenen Sommer in ihrer Altersklasse U 15 ungeschlagen Deutscher Meister. Seit dem Herbst spielt das Team in der Weiblich Nachwuchs Bundesliga (WNBL) und steht in der Nord-Staffel an der Tabellenspitze. Derzeit bereiten sie sich auf die Playoffs vor. "Der TuSLi gilt seit Jahren als Talentschmiede im deutschen Basketball", sagt Guido Helmke. Seine 15-jährige Tochter Linda gehört dem erweiterten Kader des Deutschen Basketball-Bundes an. Aus dem Verein sind in der Vergangenheit immer wieder Nationalspieler im Jugend- und Seniorenbereich hervorgegangen. Einer der derzeit bekanntesten ist Heiko Schaffartzik, der bei Alba in der Basketball-Bundesliga (BBL) spielt. Bei den Damen spielt aktuell eine Spielerin aus Lichterfelde in der 2. Bundesliga, zwei Mädchen haben für Deutschland bei der U-16 Europameisterschaft gespielt. Sieben Spielerinnen des neuen WNBL-Teams gehören zum Kader der Jugendnationalmannschaft.

Dass die Mädchen so erfolgreich sind, liegt nicht zuletzt am professionellen Training. Viermal in der Woche trainieren die Schülerinnen jeweils eineinhalb Stunden. "Das verlangt viel Selbstdisziplin, aber auch Verzicht", erklärt Helmke.

Die meisten Mädchen haben die Liebe zum Basketball quasi mit in die Wiege gelegt bekommen. Eltern und manchmal auch die Großeltern sind schon auf Körbejagd gegangen.

Die Kinder sind gewissermaßen in der Turnhalle am Spielfeldrand groß geworden wie zum Beispiel Hannah Neis. Die 15-Jährige ist eine der großen Basketball-Hoffnungen des TuSLi.

Mit Leichtathletik hat sie angefangen. "Vor dem Training habe ich immer mit meinem Vater ein paar Körbe geworfen. Das hat so großen Spaß gemacht, dass ich nur noch Basketball spielen wollte", erzählt Hannah.

Inzwischen kann sie nicht mehr ohne. "Wenn ich mal nicht trainieren kann, fehlt mir was", sagt sie. Ihr großes Ziel ist es, auch in der WNBL Deutscher Meister zu werden. Außerdem ist sie für die Nationalmannschaft gesichtet. Hier will sie es unter die Top 20 schaffen und ganz oben mitmischen.


Karla Menge / KM
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