Trägergesellschaft gibt zum Juli 2015 auf: Sanierungskosten sind zu hoch

Scheelestraße 83: Diese Adresse für die Outlaw-Kita wird es in einem Jahr nicht mehr geben. (Foto: K. Menge)

Lichterfelde. Fast zwei Jahre lang hat die Outlaw Kinder- und Jugendhilfe gGmbH um einen neuen Nutzungsvertrag für die Kita Scheelestraße gerungen. Anfang des Jahres war es nun so weit und der Bezirk schickte dem Trägerverein den unterzeichneten Vertrag zu. Doch jetzt teilt Outlaw die Aufgabe der Kita zum Juli 2015 mit.

Grund für die Schließung seien die hohen Sanierungskosten. Mit der Sicherheit eines neuen Nutzungsvertrages im Rücken sollte die Einrichtung in der Scheelestraße umfangreich saniert werden. Geplant war die Erneuerung der Trinkwasseranlage, der Heizung und des Sanitärbereichs sowie zahlreiche Modernisierungen und Verschönerungen. Bis zu eine Million Euro wollte Outlaw in die dringend notwendige Sanierung investieren.

Nach der Verlängerung des Vertrages ist die Trägergesellschaft in die Ausschreibung gegangen und musste feststellen, dass man sich bei den Kosten gehörig verschätzt hat. Outlaw müsste über das Doppelte der zunächst veranschlagten Kosten aufbringen, um die Kita in einen entsprechenden Zustand zu versetzen. Doch das kann die Gesellschaft aus eigener Kraft nicht stemmen.

"Wir haben versucht über den Nutzungsvertrag hinaus einen Erbbaurechtsvertrag abzuschließen, um somit an günstige Kredite zu kommen", teilt die Outlaw-Geschäftsführung mit. Aber im Bezirk sei man nicht in der Lage gewesen, einen Vertrag in einem angemessenen Zeitrahmen anzubieten. "Wir sahen keine andere Möglichkeit als einen Schlussstrich zu ziehen und den Kita-Betrieb zum Juli nächsten Jahres auslaufen zu lassen."

Inzwischen hätte sich auch der Unmut der Eltern gelegt, da sie andere Lösungen für ihre Kinder gefunden haben. Im Moment werden nur noch 55 Kinder betreut. Im Frühsommer des nächsten Jahres kommen 30 Kinder in die Schule. "Wir bedauern diesen Schritt sehr und hätten es uns auch anders gewünscht. Um diese Hängepartie weiterlaufen zu lassen und eventuell doch noch auf die Möglichkeit eines Erbbaurechtsvertrages zu warten, fehlte uns die Zeit", so die Geschäftsführung der Trägergesellschaft.


Karla Menge / KM
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