Carsten Herrmann: Wir haben Lehrgeld gezahlt

Viktoria-Vize Carsten Herrmann. (Foto: Herrmann/ Viktoria 89)

Lichterfelde. Das neue Jahr begann für Viktoria 89 gleich mit einem Paukenschlag. Am Sonntag, 12. Januar konnten die Himmelblauen den Regio-Cup, das traditionsreiche Hallenturnier der Berliner Regional- und Oberligisten, gewinnen. Nun gilt es, sich optimal auf die Rückrunde in der Regionalliga Nordost vorzubereiten.

Bis zum 16. Februar muss die Feinjustierung für die Rückrunde erfolgt sein. Dann geht es für den Aufsteiger gleich mit dem Nachholspiel gegen den Lokalrivalen Berliner AK los.

Überwintert hat Viktoria 89 auf einem ehrbaren elften Tabellenplatz. Die Verantwortlichen sind mit der Platzierung nach der Hinrunde durchaus zufrieden, auch wenn Viktoria-Vize Carsten Herrmann bedauert, "dass wir uns den einen oder anderen Punkt noch haben nehmen lassen".

Lehrgeld, das ein Aufsteiger zahlen muss, wenn er eine Etage höher mitmischen will. "Die Regionalliga ist eine ganz andere Hausnummer als die Oberliga", sagt Carsten Herrmann. Das bisherige Abschneiden, so der Viktoria-Vize, sei durchaus zufriedenstellend und auf den gemachten Erfahrungen könnte das Team nun weiter aufbauen.

Die Mannschaft hat den Schnitt, der im Sommer nach dem Aufstieg gemacht wurde, gut verkraftet. Auch der Umzug des Regionalliga-Teams ins Stadion Lichterfelde ist gelungen. "Wir haben derzeit einen Zuschauerschnitt knapp unter 1000 Besuchern pro Spiel", stellt Carsten Herrmann fest. Diese Zahl ist für Berliner Verhältnisse als Erfolg zu werten. Zu verdanken ist sie aber dem einen oder anderen traditionsreichen Club, der reichlich Fans mit nach Berlin gebracht hat.

Neben dem Umzug nach Lichterfelde stellte sich auch die Frage, ob und wie die Mitglieder und Fans der Fusionsclubs LFC und Viktoria den Zusammenschluss akzeptieren würden. "Das ist alles gut gelaufen", schätzt Carsten Herrmann ein.

Mit dem Regionalliga-Aufstieg sind die traditionsreichen Himmelblauen seit Langem wieder einmal auf der großen deutschen Fußballlandkarte vertreten. Für Viktoria 89 gilt es nun, diesen Erfolg zu stabilisieren respektive langsam auszubauen. Der Club will die Identifikation mit Berlin forcieren. "Deshalb", so erzählt Herrmann, "wurden in der Winterpause drei Berliner Jugend-Spieler in den Regionalliga-Kader geholt". Die sollen die Chance erhalten, sich in Ruhe zu entwickeln. Bei dieser sportlich so erfolgreichen Entwicklung darf natürlich die Frage nach dem Sprung in den Profi-Fußball, den Aufstieg in die 3. Liga, nicht fehlen. "Wenn sich die Möglichkeit bietet, werden wir unsere Chance nutzen", schließt Carsten Herrmann zwar nichts aus, stellt aber auch klar, "finanzielle Drahtseilakte wird es dabei aber nicht geben."


Fußball-Woche / ww
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