Bahnhof Lichterfelde West: Zebrastreifen für Fußgänger gefordert

Am Bahnhof Lichterfelde West herrscht oft Hochbetrieb. An der Kreuzung Curtius- /Ecke Baseler Straße ist ein Überqueren der Straße zur Hauptverkehrszeit kaum möglich. (Foto: K. Menge)

Lichterfelde. Der Bahnhof Lichterfelde West prägt den Ortskern. Doch durch den zunehmenden Autoverkehr verliert die Gegend an Aufenthaltsqualität. Anwohner und Gewerbetreibende wollen die Entwicklung stoppen. Sie fordern mehr Schutz für Fußgänger.

Rücksichtsloses Parken, zugeparkte Bordsteine und ein hohes Verkehrsaufkommen – so sieht der Alltag rund um den Bahnhof Lichterfelde West aus. Vielen Menschen in Lichterfelde beklagen die Situation.

Hans-Joachim Stricker, Anwohner und Mitglied von B'90/Grüne: „Kinder kommen auf dem Schulweg nicht mehr sicher über die Straße, alte Menschen warten oft lange am Bordstein, bis sich eine Lücke im Autoverkehr auftut. Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen haben kaum Querungsmöglichkeiten.

Und Wolfgang Osche, Inhaber eines alteingesessenen Geschäftes ergänzt: "Dauerparker nehmen den Besuchern der vielen Geschäfte und Praxen die Stellplätze weg.“ Stricker und Osche vertreten eine Initiative von Gewerbetreibenden und Anwohnern im Kiez, die sich für mehr Sicherheit für Fußgänger stark macht.

Ihre Sorgen teilten sie Bürgermeister Norbert Kopp (CDU) und Verkehrsstadtrat Michael Karnetzki (SPD) in einem Brief im Dezember vergangenen Jahres mit. Das Schreiben enthält auch eine Liste mit über 300 Unterschriften unter anderem von Anwohnern und Gewerbetreibenden.

Sie alle unterstützen die Initiative und fordern als erste Maßnahme einen Zebrastreifen oder andere Querungshilfen an der Kreuzung Baseler Straße und Curtiusstraße. Diese Kreuzung ist besonders unübersichtlich und gefährlich für Passanten.

SPD-Verkehrsstadtrat Michael Karnetzki äußert Verständnis für die Wünsche. Eine Änderung können aber nur die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die Verkehrslenkung Berlin herbeiführen. Auf Anfrage der Berliner Woche teilt die Pressesprecherin der Senatsverwalung für Stadtentwicklung, Petra Rohland mit, dass eine Arbeitsgruppe „Querungshilfen für Fußgänger“ sich mit dem Anliegen der Initiative befasst. Es müsse die Verkehrsbelastung geprüft und ein Ortstermin angesetzt werden.

„Die nächste Sitzung der Arbeitsgruppe findet Ende Februar, Anfang März statt. Die Kreuzung Curtiusstraße/Baseler Straße steht auf der Tagesordnung“, erklärt Rohland. Allerdings werde es dann noch keine Entscheidung geben. KM
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