Bau des Fußgängerüberwegs vor dem Bahnhof Lichterfelde West in der Warteschleife

Ein Überweg soll die Kreuzung am Bahnhof Lichterfelde West sicherer machen. (Foto: K. Rabe)
Berlin: Bahnhof Lichterfelde West |

Lichterfelde. Ein Fußgängerüberweg soll Passanten das Überqueren der Curtiusstraße an der Ecke Baseler Straße erleichtern. Die Vorbereitungen wurden getroffen. Bisher fehlt die Zusage des Senats zur Finanzierung.

In Steglitz-Zehlendorf entstehen vielerorts neue Wohngebiete. Dies führt auch zu einer Zunahme des Verkehrs. Häufig mangelt es jedoch an Ampeln und Überwegen, um Gefahren für alle Verkehrsteilnehmer zu vermeiden.

Aktuelles Beispiel ist das neue Wohngebiet in der Curtiusstraße. Wo früher einzelne Gewerbetreibende angesiedelt waren, ist eine Wohnanlage mit 150 Eigentumswohnungen entstanden. Durch den Zuzug neuer Familien wird der Bereich in Lichterfelde West zu einem verkehrlichen Brennpunkt: Mehr Autos, mehr Fußgänger und besonders die Zahl der Kinder, die in der Straße Schule und Kita besuchen, nimmt zu.

Das Fußgängerüberweg-Programm (FGÜ) des Senats soll nun diesen Brennpunkt entschärfen helfen. Dazu fand im Mai vergangenen Jahres ein Ortstermin an der Curtiusstraße, Baseler Straße statt. Die Kreuzung gilt als besonders unübersichtlich und gefährlich für Fußgänger und Radfahrer. An dem Termin nahmen die Verkehrslenkung Berlin, die Polizei, Schulamt und Straßenverkehrsbehörde des Bezirks, Elternvertreter der benachbarten Athene-Grundschule und ein vom Bezirksamt beauftragtes Planungsbüro teil. Im Ergebnis des Termins wurde unter anderem festgelegt, einen Fußgängerüberweg anzulegen und durch bauliche Maßnahmen die Fahrbahn zu verengen.

In einer schriftlichen Anfrage wollte die Grünen-Bezirksverordnete Doris Manzke-Stoltenberg vom Bezirksamt wissen, wie es die Umsetzung des Vorhabens bestellt sei. Grünen-Stadträtin Maren Schellenberg teilte mit, dass inzwischen die Vermessungen durchgeführt und die Straßenplanung im Juni 2016 beauftragt worden seien. Die Leitungsträger Vattenfall und Wasserbetriebe seien über die Maßnahme informiert.

„Die ermittelten Gesamtkosten von 67 000 Euro wurden Anfang Februar der Senatsverwaltung mitgeteilt mit der Bitte um Finanzierung“, erläuterte Schellenberg. Bisher läge jedoch noch keine Finanzierungszusage vor. Auch eine notwendige Straßenverkehrsbehördliche Anordnung für den Fußgängerüberweg läge noch nicht vor. Beides sei jedoch für Ausschreibung und Beauftragung der Arbeiten notwendig. Der Umbau der Kreuzung kann erst dann beginnen, wenn alle Unterlagen vorliegen und die Maßnahme ausgeschrieben und beauftragt ist. „Es ist dann mit eine Bauzeit von mindestens drei Monaten zu rechnen.“ KaR
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