Senat sichert Gelder zur Weiterentwicklung des Industriegebietes Goerzallee zu

Berlin: Goerzwerk |

Lichterfelde. Das Industrie- und Gewerbegebiet an der Goerzallee/Beeskowdamm hat eine lange Tradition. Doch in den zurückliegenden Jahren habe sich das Gebiet nur wenig entwickelt, stellt die Industrie- und Handelskammer fest.

Die Kammer lud daher Vertreter der Wirtschaft und der Politik zu einer Diskussion über die Zukunft des Geländes ins ehemalige Goerzwerk. Das 85 Hektar große Areal solle als Gewerbestandort erhalten bleiben, erklärte Bürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU). Sie versicherte, die Entwicklung zur „Chefinnen-Sache“ zu machen. Unterstützung erhielt sie vom Land Berlin.

Wirtschaftsstaatssekretär Henner Bunde (CDU) machte deutlich, dass er das Gewerbegebiet gegen den Wohnungsbau verteidigen werde. Das Areal zwischen Lichterfelder Weg, Am Stichkanal, Goerzallee/Beeskowdamm und Teltowkanal habe die größte Entwicklungsperspektive als Industrie- und Gewerbestandort im Bezirk.

Um das Gebiet zukunftsfähig zu machen und als Standort für innovatives Wachstum und neue Arbeitsplätze zu entwickeln, braucht es ein Konzept. Gerade hat die Bezirksverordnetenversammlung eine Potenzialanalyse in Auftrag gegeben. Mit dem Entwicklungskonzept „Goerzallee 4.0“ soll die Verbesserung der Infrastruktur und die Vermarktung der freien Flächen erreicht werden. Auf der Veranstaltung sicherte der Staatssekretär die Finanzierung der Analyse durch seine Senatsverwaltung zu.

Birgit Möhring, Geschäftsführerin der Berliner Immobilienmanagement (BIM) bekundete ebenfalls ihr Interesse, den Industrie- und Gewerbestandort als solchen zu erhalten und weiter zu entwickeln. Die BIM ist unter anderem für die Vermarktung der leerstehenden Gebäude auf dem ehemaligen Krone-Gelände zuständig. „Das Krone-Gelände soll nicht verkauft werden. Das Land Berlin will den Standort für Ansiedlungen vorhalten, die für Berlin wichtig sind“, sagte Möhring.

Für die Sanierung des Gebäudes und des Geländes hat das Land Berlin Gelder zugesichert. Ziel ist es, den Standort unter anderem für Ansiedlungen von Start-ups zu entwickeln und kleinteilig zu vermieten. Die BIM will den Standort später auch verwalten. „Das könnte eine Initialzündung für den Standort geben“, sagte Jochen Brückmann von der IHK Berlin. KaR
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