Neues Leben in alter Villa: Weniger Leerstand am Waidmannsluster Damm

Baustadrat Martin Lambert (2. von links) überreicht die Baugenehmigung an Rauf Uluc, Christof Schubert und Serki Sensoy (von links). (Foto: Christian Schindler)
Berlin: Villa Herbert |

Waidmannslust. Die Reihe ungenutzter Häuser am Waidmannsluster Damm wird kleiner. Am 9. Oktober überbrachte Baustadtrat Martin Lambert (CDU) die Baugenehmigung für den Umbau des Hauses Nr. 155.

Die seit 2003 leer stehende Villa am Waidmannsluster Damm 155 hat Geschichte. Sie wurde in den Jahren 1906/1907 vom Architekten Ernst Busse als „Villa Herbert“ für den Kaufmann Wilhelm Herbst errichtet. Auf drei Geschossen erstreckten sich jeweils einzelne herrschaftliche Wohnungen von mehr als 200 Quadratmetern. „Zeitweilig wohnte hier auch der Reinickendorfer Bürgermeister Birkhahn“, sagt Architekt Christof Schubert.

1947 wurde auch noch das Mansardgeschoss ausgebaut. Irgendwann setzte dann der Niedergang ein. Zuletzt wurde das Gebäude als Wohnheim des Deutschen Roten Kreuzes und als Flüchtlingsheim genutzt. Seit 2003 steht es leer und wurde Spekulationsobjekt. Es wechselte mehrfach den Besitzer, auch der Denkmalschutz konnte den zunehmenden Verfall nicht stoppen.

Dann erwarb die Arbenus GmbH die Immobilie. „Wir werden in dem Gebäude neun Wohnungen in unterschiedlicher Größe herstellen“, sagt Bauherr Serki Sensoy, einer der beiden Bauherren. Dazu kommen im parkähnlichen Garten zwei Einfamilienhäuser. „Das Investitionsvolumen liegt bei rund drei Millionen Euro“, sagt Bauherr Rauf Uluc.

Besonders freuen sich Bauherren und Architekt darauf, die rückwärtigen hölzernen Balkonkonstruktionen zu erhalten. Sie erinnern an die Bäderarchitektur an der Ostsee. Die Erhaltung erfolgt in Abstimmung mit der unteren Denkmalschutzbehörde farblich analog zum Originalzustand. Auch die historischen Kastenfenster werden erhalten. Mit dem Umbau wird 2016 begonnen, die Fertigstellung soll ein Jahr später erfolgen. CS
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