Halle für Kinder und Jugendliche ist toller Freizeitort

Märkisches Viertel. Sport und Spiel auf 800 Quadratmetern Fläche: Die Kinder- und Jugendhalle an der Königshorster Straße 1 sucht im Bezirk ihresgleichen. Erst kürzlich räumlich erweitert, steht sie auch Erwachsenen und Familien offen.

Mitten in der Hochhaussiedlung Märkisches Viertel steht die Kinder- und Jugendhalle. Einst eine Fabrikhalle, die abgerissen werden sollte, finden junge Leute unterschiedlichen Alters hier einen idealen Ort für ihre Freizeit. Zahlreiche pädagogische Angebote führen sie an Ökologie, Kultur und Handwerk heran. Theater, Musik, Tanz, Kochen, Schmieden, Holzwerkstatt, Umwelt-Detektive und Hüttenbau sind nur einige.

Herzstück des Hauses ist die 800 Quadratmeter große Halle für Fußball, Basketball, Tischtennis, Federball, Skaten oder Brettspiele. Draußen lockt ein Abenteuerspielplatz mit Hüttendorf, Hasenstall, Lehmbackofen, Fahrradwerkstatt und Wasserspielplatz. Die Kinder- und Jugendhalle ist ein Projekt des Forums Naturfreundejugend Berlin. In die Jahre gekommen, bekam sie bis Anfang dieses Jahres eine Schönheitskur verpasst.

Die war auch dringend nötig, schon wegen der Enge. "Vorher gab es nur zwei Raumgrößen, die alte Fabrikhalle und ein paar kleine Aufenthaltsräume", erzählt Leiter Dieter Benecke. Für eine Aufteilung der Kinder und Jugendlichen sei das unpraktisch gewesen. Größere Gruppen mussten die Halle nutzen, die so aber für andere Aktivitäten gesperrt war.

"Das Ziel war deshalb, Zwischengrößen zu schaffen, was wir jetzt erreicht haben", so Benecke. Das Haus bekam einen Anbau, der rund 150 Quadratmeter groß ist und als Mensa sowie als Veranstaltungsraum genutzt werden kann. Dazu kam ein großer, lichtdurchfluteter Raum mit Ausblick auf den Garten, in dem die mehr als 70 Hortkinder aus der benachbarten Salvator-Grundschule täglich ihre Hausaufgaben erledigen. Bewohner oder Vereine können den neuen Raum für Veranstaltungen mieten. Eine Anmeldepflicht besteht sonst aber nicht. "Kinder können kommen, wann und so oft sie wollen", sagt Dieter Benecke. Im Schnitt sind es pro Tag bis zu 120 Schulkinder. Allerdings verteilt sich das nicht gleichmäßig. An manchen Tagen ist es rappelvoll, an anderen geht es eher ruhig zu.

Finanziert wurde der Umbau mit rund 750 000 Euro aus dem Stadtumbau West sowie mit Eigenmitteln des Trägervereins. Die Gründung der Kinder-und Jugendhalle wurzelt in der Bürgerbewegung Ende der 1960er-Jahre. Damals sollte die Fabrikhalle abgerissen werden. Proteste verhinderten das und so wurde dort im Oktober 1974 die erste Freizeiteinrichtung für Kinder im Märkischen Viertel eröffnet.


Ulrike Kiefert / uk
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