Oberschule sucht Sponsoren für Umgestaltung

Katharina Stahlhoven (3. v. r.) und Sandra Braun (4. v. r.) mit dem Kunstleistungskurs in der A-Zone der Thomas-Mann-Oberschule. (Foto: Christian Schindler)

Märkisches Viertel. Karton, Kabelbinder, Holzstäbchen: Das war das Material, mit dem der Kunstleistungskurs der Thomas-Mann-Oberschule im vergangenen Schuljahr vor allem beschäftigt war - als Vorbereitung für die Umgestaltung des Oberstufenbereichs.

Wenn es um die A-Zone geht, sehen Schüler und Lehrer rot. Im Januar hatte der Kunstleistungskurs alle Nutzer des Schulgebäudes an der Königshorster Straße 10 gebeten, große rote Punkte dort anzubringen, wo sie sich nicht wohlfühlen. Die A-Zone, ein länglicher Raum im vierten Stock der Thomas-Mann-Oberschule, war danach fast komplett rot eingefärbt. Es war klar, dass dort etwas passieren muss.Was passieren könnte, war Thema des Kunstleistungskurses der Lehrerin Sandra Braun, die dabei von der Architektur-Vermittlerin Katharina Stahlhoven unterstützt wurde. Sie arbeiten im Rahmen des Programms "Kulturagenten für kreative Schulen" zusammen. Vier Jahre lang bilden die Thomas-Mann-Oberschule, die Bettina-von-Arnim-Oberschule und die Hannah-Höch-Grundschule ein Netzwerk, in dem die Schulen eigenständige Kulturprojekte entwickeln. Von der Kulturstifung des Bundes, der Stiftung Mercator und dem Land Berlin gibt es dafür insgesamt 140 000 Euro.

Für den Kunstkurs bedeutete es die Auseinandersetzung mit allem, was die Entstehung von Architektur ermöglicht. Es ging theoretisch um Stil, ganz praktisch aber auch um Materialien. Schließlich entstand in der A-Zone ein 1:1-Modell. Provisorische Möbel gab es ebenso wie Raumteiler aus Kartons- und Kabelbinder. Zuvor hatten die Schüler mit Klebebändern den Raum geteilt und Modelle entworfen, die in kleinen Kartons wie in Vitrinen ausgestellt wurden.

"Wir haben viel Material aus Baumärkten bekommen", sagt die 19-jährige Dilay Bostanci, für die Architektur eine Berufsperspektive ist, auch wenn sie schon die Mühen der Profession erfahren hat: "Es war eine schwere Arbeit, das Klebematerial wieder zu entfernen."

Für die Verwirklichung einer angenehmen A-Zone suchen die Kulturagenten noch Sponsoren. Interessenten können sich per E-Mail wenden an info@berlin-architektouren.de.

Christian Schindler / CS
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