Planer wollen neue Mahlsdorfer Oberschule im Baukastensystem bauen

Die Mahlsdorfer Oberschule soll mit einer Sporthalle zum Schuljahresbeginn 2019/2020 an der Straße An der Schule eröffnet werden. (Foto: NKBAK)

Mahlsdorf. Die Oberschule in Mahlsdorf soll bis zum Schuljahr 2019/20 fertig sein. Der Bezirkselternausschuss ließ sich die Planungen vorstellen und hat sie grundsätzlich für gut befunden.

Das Wesentliche ist, dass die Schule früher in Betrieb gehen soll als ursprünglich vorgesehen. Damit kommen die Senatsbildungsverwaltung und das bezirkliche Schulamt dem Wunsch vieler Eltern im Siedlungsgebiet nach. Es fehlt in der Region an einer Oberschule, viele Schüler müssen nach Beendigung der Grundschule zu Oberschulen in anderen Bezirken, meist nach Treptow-Köpenick, fahren.

Das ausgewählte Baukonzept steht in einem direkten Zusammenhang mit dem Wunsch nach schneller Fertigstellung. Es sieht ein Gebäude vor, dass in einem Baukastensystem aus Holzmodulen errichtet wird. Die Aufträge gehen an Firmen, die mit einer solchen Bauweise bereits Erfahrungen haben. Auf diese Weise reduzieren sich Planungs- und Bauzeit.

Die Planung übernimmt Andreas Krawczyk vom Büro NKBAK mit Sitz Frankfurt/Main. Das Büro entwarf solche Modularbauten bereits für eine Integrierte Sekundarschule in Frankfurt Riedberg und einen Anbau der Europäischen Schule Frankfurt am Main, die in den Jahren 2016 und 2015 fertiggestellt wurden.

Die neue Oberschule soll auf der Brache zwischen der Straße An der Schule und dem Possling-Markt gebaut werden. Sie wird aus vorgefertigten Teilen aus Holz errichtet. Die Fassade wird mit Aluminium verkleidet.

„Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung teilte uns mit, dass die Finanzierung des Schulneubaus gesichert ist“, sagt Norman Heise, Vorsitzender des Bezirkselternausschusses. Allerdings stehe der Terminplan unter dem Vorbehalt, dass bei den Ausschreibungen nichts schief gehe.

Noch keine Antwort gibt es auf die Frage, wie die Schule künftig von den bis zu 1000 Schülern erreicht werden soll. Die Straße An der Schule ist bisher nur zum Teil als Privatstraße ausgebaut. Sie ist öffentlich zugänglich, aber ohne Wendehammer. „Da kann es Schwierigkeiten geben, wenn Eltern ihre Kinder zur Schule fahren oder diese abholen“, sagt Verkehrsstadtrat Johannes Martin (CDU). Über den weiteren Ausbau der Straße An der Schule als Umfahrung der Hönower Straße zwischen B1/B5 und dem S-Bahnhof ist noch nicht entschieden. Wesentliche Punkte sind zwischen Senat und Bezirksamt weiter strittig.

Im Sommer vergangenen Jahres stellte das Bezirksamt die Straße bis zum künftigen Schulgelände als Baustellenzufahrt her. „Wir bauen bis zur Eröffnung der Schule einen Gehweg hinzu“, erklärt Martin weiter. „Außerdem müssen die Anbindung an den ÖPNV geprüft werden, damit die Schüler die Schule bequem und ohne lange und zusätzliche Fußwege oder in überfüllten Verkehrsmitteln erreichen können“, ergänzt Heise. Der Bezirksschulbeirat empfiehlt zudem, die Schule gleich mit einer siebenten und elften Klasse zu eröffnen. Denn auch die Oberschulen in den Nachbarbezirken Platzten aus allen Nähten. hari
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