Vor zehn Jahren kehrte Charlottes Erbe nach Berlin zurück

Schwere Möbelstücke wie dieser große Bücherschrank mussten vom Lkw in das Museum transportiert werden. (Foto: KT)

Mahlsdorf. Der 11. April 2004 wird den Mitgliedern des Fördervereins Gutshaus Mahlsdorf für immer in Erinnerung bleiben.

An jenem Ostersonntag kehrte die Sammlung von Charlotte von Mahlsdorf (1928-2002) nach Berlin zurück. Die Gründerin des Gründerzeitmuseums am Hultschiner Damm war 1997 im Streit mit dem Land Berlin und aus privaten Gründen ins schwedische Porla Brunn ausgewandert. Dabei hatte sie fünf komplette Zimmer aus ihrem Museum mitgenommen.

Zwei Jahre nach ihrem Tod am 30. April 2002 fuhren vier Mitglieder des Vereins nach Porla Brunn, um die Möbel, mechanischen Musikmaschinen und Einrichtungsgegenstände aus der Gründerzeit zurückzuholen. Innerhalb von drei Tagen bereiteten Monika Schulz-Pusch, Detlef Pusch, Ralf Finger und Michael Schwalbe über 40 Möbelstücke und Einzelteile sowie 120 Umzugskisten für den Transport vor. Darunter waren Musikmaschinen, Schreibtische und große Möbelstücke, die sich nicht auseinander nehmen ließen. Aber auch die vielen Einzelteile machten Arbeit. Denn die Schränke waren voller Geschirr. Figuren, Vasen, Schalen, Leuchter mussten eingewickelt und sorgfältig verpackt werden. Zu den schönsten Einrichtungen, die wohl aus Schweden zurückgekommen sind, gehören das Kaminzimmer, das Jagdzimmer und eine Küche.

Gründerzeitmuseum Mahlsdorf, Hultschiner Damm 333. Öffnungszeiten: Sonntag und Mittwoch von 10 bis 18 Uhr, 5678329, Gruppen können auch außerhalb der Öffnungszeiten Termine vereinbaren.

Klaus Tessmann / KT
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