Wer war Renate Schrobsdorff?

Das Grab Renate Schrobsdorffs (links) wirkt vergleichsweise schlicht neben dem ihres Mannes Herrmann auf dem Friedhof in der Hönower Straße. (Foto: hari)

Mahlsdorf. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) will ein Zeichen für die Gleichberechtigung von Frauen setzen. Deshalb soll das Straßenschild in der Schrobsdorffstraße eine Ergänzung bekommen.

Die Straße befindet sich in Mahlsdorf Süd und führt vom Erich-Baron-Weg bis zur Pilsner Straße. Die Ergänzung soll in Form eines Erläuterungsschildes klarstellen, dass die Benennung der Straße zu Ehren von Renate Schrobsdorff (1844-1908) erfolgt ist. Sie unterstützte unter anderem den Bau der preußischen Ostbahn. Sie beteiligte sich an der Finanzierung und stellte Land zur Verfügung, sodass Mahlsdorf einen Haltepunkt an der Königlichen Ostbahn erhielt. 1930 erfolgte der Anschluss an die Berliner S-Bahn.

Derzeit prüft die Bahn, den S-Bahnhof zum Regionalbahnhof zu erweitern. Künftig könnten Züge nach Küstrin in Mahlsdorf halten. Vor diesem Hintergrund bekomme das Verhalten von Renate Schrobdorff eine ganz neue Bedeutung. Renate Schrobsdorff war seit 1880 Eigentümerin des Rittergutes. Ihr verdankt Mahlsdorf weiterhin den Bau der Straßenbahnlinie nach Köpenick.

Der Hinweis auf ihre Verdienste soll ein Schritt in Richtung Geschlechtergleichheit im Straßenbild bewirken. Renate Schrobsdorff ist die bisher einzige Frau, die in Marzahn-Hellersdorf gelebt und gewirkt hat und nach der eine Straße benannt wurde.


Harald Ritter / hari
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