Eintracht Mahlsdorf überwintert auf Platz neun

Training im Schnee: Thomas Korn (links) und Sven Ehrcke auf dem Platz von Eintracht Mahlsdorf Am Rosenhag. (Foto: Foto hari)

Mahlsdorf. Vor dem ersten Spiel der Rückrunde in der Berlin-Liga herrscht bei Eintracht Mahlsdorf das Prinzip Hoffnung. Nach der verpatzten Hinrunde steht die Mannschaft unter Druck. Mit einem neuen Prämiensystem versucht der Verein, die Spieler zu besseren Leistungen zu motivieren.

Mit Platz 9 am Ende der Hinrunde ist Trainer Sven Orbanke alles andere als zufrieden. Am Anfang der Saison habe er sich nicht vorstellen können, auf einem Mittelfeldplatz überwintern zu müssen. "Das entspricht nicht unserem Niveau" erklärt der Trainer. Orbanke gibt sich dennoch optimistisch, am Saisonende auf einem Platz im oberen Drittel der Tabelle zu stehen. Denn selten war der Punkteabstand zwischen den Mannschaften im oberen Teil der Tabelle so gering wie zum Abschluss der Hinrunde. Der Rückstand des Tabellenneunten zum Liga-Ersten SC Staaken beträgt nämlich nur fünf Punkte. "Da ist noch alles drin", sagt Orbanke.

Der Trainer hadert noch, dass zu viele Spiele vor allem zum Ende der Hinrunde unnötig verloren wurden. Zudem musste sein Team die ganze Hinrunde immer wieder verletzungsbedingte Ausfälle verkraften. Wichtige Spieler wie Thomas Jakubitz und Nick Buchsteiner fielen über Wochen aus. Buchweitzer steht auch zu Beginn der Rückrunde wegen einer Zerrung nicht zur Verfügung.

Hoffnungsfroh stimmen den Trainer die herausragende Leistung seines Mannschaftskapitäns und die seiner Abwehr. Christoph Zorn ist Hinrunden-Torschützenkönig und die Abwehr ließ nur 17 Gegentore, die wenigsten aller Berlin-Liga-Mannschaften, zu.

Zu den Enttäuschungen des Trainers zählt die Verpflichtung von Dima Shlyakhta von der SV Germania Schöneiche, ehemals Oberliga. Er sollte die Mannschaft eigentlich verstärken. Shlyakhta spielt schon nicht mehr für die Eintracht.

Große Hoffnungen setzt Orbanke jetzt auf die Rückkehr von Victor Janitzeck. "Wir brauchen mehr Kreativität im Mittelfeld", sagt Orbanke. Der Mittelfeldspieler hat schon die komplette Hinrunde nicht gespielt wollte eigentlich die ganze Saison wegen seines Jura-Studiums aussetzen. Janitzeck: "Wenn die Mannschaft mich braucht, bin ich da."

Der Verein hat auf seine Weise Konsequenzen aus der schlechten Hinrunde gezogen. Vorstand und Trainer haben ein neues Prämiensystem ausgearbeitet. Die Spieler erhalten nur noch nach einem Sieg die sogenannten Aufwandsentschädigungen. Und zum Ende der Saison gibt es nur noch eine Prämie, wenn mindestens Platz neun erreicht wird. Bei jeder besseren Platzierung erhöht sich die Prämie. Mindestziel von Trainer und Mannschaft ist mindestens ein Platz unter den ersten fünf.


Harald Ritter / hari
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