Investoren wollen Nahversorgungsmarkt bauen

In Mahlsdorf-Nord sind zahlreiche Einfamilienhäuser entstanden. Einkaufsmöglichkeiten gibt es kaum. (Foto: hari)

Mahlsdorf. Viele Bewohner von Mahlsdorf-Nord wünschen sich schon seit Langem einen Nahversorgungsmarkt. Bei der Abstimmung über die Vorschläge zum Bürgerhaushalt im Stadtteil landete der Vorschlag auf dem ersten Platz.

Das Gebiet nördlich des S-Bahnhofes und östlich der Hönower Straße ist in den zurückliegenden Jahren immer interessanter für Investoren geworden. Die ansässige Bevölkerung ist gealtert und zunehmend auf Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe angewiesen. Durch Grundstücksteilungen und neue Eigenheime hat die Bevölkerungszahl zugenommen und die Kaufkraft ist gewachsen. Auch die evangelische Kirchengemeinde stellt Grundstücke zur Verfügung - allerdings nur in Erbpacht. Sie baut aber auch selbst. In der Albrecht-Dürer-Straße entsteht derzeit eine Kita gegenüber der Kreuzkirche. Zudem befindet sich der Bau eines Pflegeheims in Planung.

Mit der Entwicklung und Vermarktung der Kirchen-Grundstücke ist das Planungsbüro PEBG beauftragt. Volker Rumprecht vom Planungsbüro hat zwei Investoren für einen kleinen Nahversorgungsmarkt gefunden.

Das in Frage kommende Grundstück kann die evangelische Kirchengemeinde jedoch nicht verkaufen. "Das Konsistorium würde einen Verkauf nicht genehmigen", sagt Rumprecht. Die Kirchenbehörde will nur Erbbaupachtverträge. Das verträgt sich aber nicht mit den Vorstellungen der Investoren.

Vor dem Kauf den Tausch

Deshalb ist Rumprecht an das Bezirksamt mit dem Vorschlag herangetreten, die betreffende Kirchenfläche gegen eine Fläche zu tauschen, die dem Bezirksamt gehört. Dieser Vorschlag wird von der Mahlsdorfer Bürgerinitiative unterstützt, die seit Jahren für eine Nahversorgungsmarkt kämpft.

Die Initiative ist mit dem Vorschlag bei Immobilienstadtrat Stephan Richter (SPD) abgeblitzt. "Das Bezirksamt muss freie Grundstücke an den Liegenschaftsfonds des Landes Berlin übergeben. Der Liegenschaftsfonds allein ist für die Vermarktung zuständig", sagt Richter. Er schlägt vor, die Investoren sollten selbst ein Grundstück erwerben, dass sie dann mit der Kirche tauschen könnten.


Harald Ritter / hari
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