Jörg Jaeckel kümmert sich um Wildtiere im Bezirk

Jörg Jaeckel untersucht Spuren von Wildschweinen auf einem Brachgelände in der Theodor-Straße in Mahlsdorf. (Foto: hari)

Mahlsdorf. Die Probleme mit Wildtieren nehmen zu. Jörg Jaeckel ist einer der Stadtjäger, die in der Großstadt Berlin für Ordnung sorgen.

"Hier haben Wildscheine die Erde umgegraben", sagt Stadtjäger Jörg Jaeckel. Er hockt vor Spuren von Wildschweinen auf einem Brachgelände in der Theodor-Straße. Hier befand sich ehemals eine Gärtnerei. In den zurückliegenden Monaten wurden Erdhügel von Baufahrzeugen weggeschoben. Auf dem Baugelände sollen bald Einfamilienhäuser entstehen, wie bereits auf Grundstücken ringsum. "Durch die Bautätigkeit ist das Wild in Unruhe", erläutert Jaeckel. Das Baufeld liegt nicht weit von der B1/B5 entfernt. Die aufgeschreckten Tiere können jederzeit auf der Bundesstraße an der Landesgrenze auftauchen. Das ist nicht nur gefährlich für die Tiere selbst, sondern auch für die Autofahrer.

Eine der Hauptaufgaben von Jaeckel als Stadtjäger ist, Wildunfälle zu verhindern. Hierzu muss der Bestand an Wildtieren in der Stadt in einem erträglichen Rahmen gehalten werden. Wenn sich Tier und Mensch auf gefährlicher Bahn begegnen und es zu Unfällen kommt, hat er den Schaden zu begrenzen.

Die meisten Einsätze des Stadtjägers laufen daher darauf hinaus, angefahrenes Wild zu erschießen. Nicht selten wird er auch gerufen, wenn Wildtiere unter einer Krankheit leiden.

Das liegt weit entfernt von romantischen Vorstellungen von einem Jägerleben. Jaeckel interessierte sich schon als Kind für den Wald und dessen Tiere.

Als Erwachsener - er war als Polizei angestellt - kam er dann durch seinen Schwiegervater mit der Jagd in Berührung. Dieser hat eine "Jagd" in Mecklenburg, die auch von Jaeckel teilweise mit betreut wird.

Jörg Jaeckel machte seine Jagdprüfung 1994. Dazu musste er ein Jahr lang vorher alles über die Tiere, den Wald und seine Gewächse und die Jagdgesetze in Deutschland pauken.

Seit 1996 betreut der 47-Jährige im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Fluren in Marzahn-Hellersdorf. Er arbeitet dabei mit dem Forstamt Köpenick und anderen Stadtjägern zusammen. Jaeckel ist unmittelbar für das Gebiet östlich der Wuhle in Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf zuständig.

Die Stadtjäger machen ihre Arbeit ehrenamtlich. Für seine Arbeit wurde Jörg Jaeckel durch die Bezirksverordnetenversammlung im Dezember gewürdigt.

Bei Problemen mit Wildtieren ist das Forstamt Köpenick unter 64 19 37 71 zu verständigen.

Harald Ritter / hari
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